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10 Goya-Filmpreise für spanisches “Schneewittchen”

Das märchenhaft bewegende Drama “Blancanieves” (Schneewittchen) von Pablo Berger hat sich in der Nacht auf Montag als großer Gewinner bei den spanischen Goya-Filmpreisen herausgestellt. Der in schwarz-weiß gedrehte Stummfilm gewann in insgesamt zehn Kategorien, unter anderem den Preis als bester Film, für das beste Original-Drehbuch, die beste Hauptdarstellerin und die beste Fotografie.

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Regisseur Pablo Berger überträgt die Schneewittchen-Geschichte der Gebrüder Grimm in ein archaisches Spanien der 20er Jahre. Schneewittchens Vater ist ein berühmter Stierkämpfer, landet aber im Rollstuhl. Ihre Mutter stirbt simultan bei der Geburt der Tochter, die böse Krankenschwester heiratet den wehrlosen Vater. Schneewittchen muss fortan in einem Drecksloch hausen, bis es ausgesetzt wird und bei sieben Zirkus-Zwergen unterkommt, die mit einer Stierkampfshow übers Land tingeln. Schneewittchen wird zu einer bekannten Stierkämpferin und leider auch von der bösen Stiefmutter entdeckt.

Die Auszeichnung für die beste Regie ging allerdings an den spanischen Newcomer-Regisseur Juan Antonio Bayona, der sich überraschend gegen Berger und gegen Fernando Trueba, einem der bekanntesten spanischen Filmemacher (“Der Künstler und das Modell”) durchsetzen konnte. Bayonas “The Impossible”, ein Tsunami-Drama mit Naomi Watts und Ewan McGregor in den Hauptrollen, erzählt die wahren Erlebnisse einer spanischen Familie beim Tsunami 2004 in Thailand und wurde im Vorjahr zum größten Kassenerfolg in der spanischen Filmgeschichte.

Mit ihrer grandiosen Interpretation als böse Stiefmutter von Schneewittchen konnte sich Maribel Verdú gegen Naomi Watts, Aida Folch (“Der Künstler und das Modell”) und Penélope Cruz (“Venuto al mondo”) als beste Schauspielerin durchsetzen. Hollywoodstar Cruz war nicht auf der Gala, da sie und ihr Ehemann, Oscar-Preisträger Javier Bardem, ihr zweites Kind erwarten. Unterdessen erhielt der spanische Veteran José Sacristán für seine Darstellung in “El muerto y ser feliz” von Javier Rebollo die Auszeichnung als bester Darsteller.

Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an Bardem für seinen Streifen über “Hijos de las nubes”, der vom Schicksal der von Marokko aus der Westsahara vertriebenen Menschen erzählt. Der Preis für den besten ibero-amerikanischen Film ging an die spanisch-kubanische Horrorkomödie “Juan of the Dead”. Als bester, nicht-spanischer, europäischer Film wurde die französische Komödie “Ziemlich beste Freunde” von Oliver Nakache und Eric Toledano prämiert.



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