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126 Einbrüche in Vereinshäuser im Burgenland und NÖ geklärt

eine 17-jährige wurde auf dem Heimweg von zwei Männern angegriffen. eine 17-jährige wurde auf dem Heimweg von zwei Männern angegriffen. - © APA
Die Polizei hat 126 Einbrüche in Vereinshäuser und Sportplatzkantinen im Burgenland und in NÖ geklärt. Fünf 17 bis 19 Jahre alte Verdächtige wurden festgenommen, berichtete Burgenlands stellvertretender Landespolizeidirektor Werner Fasching am Mittwoch in Eisenstadt. Der Wert des Diebesgutes lag im fünfstelligen Bereich. Durch teils brachiale Gewalt entstand jedoch ein sechsstelliger Sachschaden.

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Für die burgenländischen Ermittler hatte der Fall am 17. August mit einem Einbruch in ein Sportzentrum in Neusiedl am See begonnen, schilderte Fasching. In den Wochen darauf wurde beinahe jede Nacht eine Einbruchsserie verübt. Bald erfuhren die Kriminalisten von Straftaten auch im angrenzenden Niederösterreich.

“Es war dann relativ rasch erkennbar für uns, dass es eine Tätergruppe ist”, schilderte der Generalmajor. Zunächst sei man von mindestens zwei Beteiligten ausgegangen. Die Serie hatte am 2. August im Bezirk Neunkirchen begonnen.

In der Nacht auf den 16. Oktober nahmen Beamte dann im Bezirk Neunkirchen zwei junge Männer und eine Frau fest. In den Morgenstunden schnappten sie einen weiteren jungen Mann. Mittwochfrüh wurde schließlich noch ein weiterer Verdächtiger gefasst.

Auf das Konto der Festgenommenen – drei Österreicher, ein Deutscher und ein Jugendlicher aus Afghanistan – sollen 54 Einbrüche im Burgenland und 72 in Niederösterreich gehen. In einigen Fällen war es beim Versuch geblieben. Gestohlen wurden hauptsächlich Geld, alkoholische Getränke und Zigaretten, aber auch Elektrogeräte.

Die Serie habe sich vom Bezirk Neusiedl am See bis in den Bezirk Oberwart und ins südöstliche Niederösterreich erstreckt, berichtete Michael Palkovits vom Landeskriminalamt Burgenland. Die Täter drangen in die Gebäude ein, indem sie gekippte Türen und Fenster aushebelten oder gewaltsam öffneten.

“Anhand des Diebesgutes haben wir von vorneherein gemutmaßt, dass es eher Jugendliche beziehungsweise jüngere Täter sein müssten”, erzählte Bezirksinspektor Martin Ivancsics. Durch Hinweise aus der Bevölkerung habe man sich auf einen Verdächtigen konzentrieren können, der observiert wurde. So stieß man auf die mutmaßlichen Komplizen, die nach wochenlangen Ermittlungen mit nächtlichen Observationen festgenommen wurden.

Die Fenster der Gebäude wurden in der Regel mit einem Kampfmesser aufgebrochen. “Wenn das nicht gelungen ist, wurden teilweise mit Brachialgewalt die Türen oder die Fenster richtiggehend zerstört”, erläuterte Ivancsics. An einem Tatort, wo sie nichts Brauchbares fanden, drehten die Täter den Wasserhahn und die Sodawasseranlage auf. “Bis man da draufgekommen ist, dass eingebrochen wurde, war das ganze Lokal überflutet”.

Die Verdächtigen hätten bei den Vernehmungen trotz ihrer Jugend “sehr abgebrüht” gewirkt. “Sie waren nur teilweise geständig”, so Ivancsics, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert habe. Ihr Motiv dürfte in der Beschaffung von Geld zur Drogenbeschaffung gelegen haben. Alle Festgenommenen seien suchtmittelabhängig oder schon mit Drogen in Berührung gekommen.

Der Strafrahmen bei gewerbsmäßigem Einbruchsdiebstahl reiche von sechs Monaten bis fünf Jahre, erläuterte Palkovits: “Bei jungen Erwachsenen entfällt die Untergrenze”. Die Ermittlungen in dem Fall seien noch lange nicht abgeschlossen.

(APA)



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