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19 Mrd. Euro mutmaßliches Schwarzgeld aus Russland in EU

Geld soll zwischen 2010 und 2014 geflossen sein Geld soll zwischen 2010 und 2014 geflossen sein - © APA (AFP)
Zwischen 2010 und 2014 sind laut einem Medienbericht 19,3 Mrd. Euro dubioser Herkunft aus Russland in die EU geflossen. Die “Süddeutsche Zeitung” berichtete, dass das Schwarzgeld mithilfe von Briefkastenfirmen in Großbritannien und mutmaßlich korrupter Richter in der Republik Moldau auf legale Konten im Westen transferiert und dort zum Einkauf im großen Stil benutzt wurde.

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Auch österreichische Firmen sollen laut der Rechercheplattform “Dossier” profitiert haben. Details zu den Österreich-Beziehungen des russischen Schwarzgelds will die Rechercheplattform erst am Dienstag veröffentlichen. Laut Homepage geht es um 4,1 Mio. Euro, die zwischen 2010 und 2014 in 88 Transaktionen an 32 Empfänger geflossen seien.

Geldwäsche mit “trivialen” Dingen

“Die meisten der österreichischen Empfänger dürften ohne ihr Wissen Teil des Netzwerks der mutmaßlichen Geldwäscher geworden sein”, schreibt “Dossier” online. Für sie seien es völlig übliche Geschäfte gewesen. Grundsätzlich seien mit dem Geld “triviale” Dinge wie Damenjacken, Computerzubehör oder Autoersatzteile gekauft worden. Bezahlt wurden unter anderem Möbelhändler, Bekleidungshersteller, ein börsennotierter Rohstoffhändler; auch Privatpersonen, eine Schule und ein Gericht.

Funktioniert habe die Geldwäsche laut “Dossier” über Briefkastenfirmen in der EU. Die eine habe der anderen Geld geliehen, das sie überhaupt nicht hatte. Für die Rückzahlung haftete eine russische Firma. Wenn dann die Empfängerin nicht zurückzahlen konnte, sprang die russische Haftung ein – und das Geld floss nach Europa. Um dem einen formellen Anschein zu geben, sei das Geld über ein Gericht in Moldawien eingeklagt worden, moldawische Gerichte hätten den Anspruch bestätigt. In Summe seien mehr als 18 Mrd. Dollar so legitimiert worden.

Recherchenetzwerk analysierte 70.000 Überweisungen

Die “Süddeutsche Zeitung” stützt den Bericht nach eigenen Angaben auf einen Datensatz von etwa 70.000 Überweisungen, der ihr selbst und internationalen Partnermedien vorliege. Die “SZ” konnte demnach 662 Fälle identifizieren, in denen Geld von Konten in Lettland genutzt worden sei, um in Deutschland Rechnungen zu bezahlen. Firmen oder Menschen aus Russland, der Ukraine oder Weißrussland hätten Produkte im Einzelhandel gekauft oder sich Waren liefern lassen.

Die Bezahlung hätten immer die Briefkastenfirmen übernommen, heißt es in dem Bericht. 66,5 Millionen Dollar seien auf diesem Weg in den Büchern deutscher Unternehmen oder bei Privatpersonen gelandet.

Bereits im Jahr 2014 hatten Journalisten des internationalen Recherchenetzwerks OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project) das gigantische Geldwäsche-System aufgedeckt, das mutmaßlich von Russland aus gesteuert wurde. Dem OCCRP und der russischen Tageszeitung “Nowaja Gaseta” wurden laut “SZ” nun Daten zugespielt, die erstmals zeigen, wer von dem Geld profitierte.

(APA/ag.)



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