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205.469 Wahlkarten: Neuer Rekord wurde in Wien erreicht

Mit 205.469 ausgestellten Wahlkarten wurden knapp mehr als bei der Wien-Wahl 2015 ausgestellt Mit 205.469 ausgestellten Wahlkarten wurden knapp mehr als bei der Wien-Wahl 2015 ausgestellt - © APA/Barbara Gindl
Für die Nationalratswahl am Sonntag sind in Wien exakt 205.469 Wahlkarten (bei mehr als 1,15 Mio. Wahlberechtigten) ausgestellt worden. Das ist – verglichen mit vergangenen Urnengängen – die bisher höchste Zahl, hieß es am Freitagnachmittag aus dem Rathaus.

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Wobei der Bestwert nur knapp über dem bisherigen bei der Wiener Gemeinderatswahl 2015 liegt. Damals wurden 203.874 Wahlkarten ausgegeben.

Wahlkarten-Wähler in Wien: Spitzenreiter ist die Donaustadt

Nach Bezirken betrachtet, wurden freilich in den bevölkerungsreichen Stadtteilen mehr Wahldokumente ausgegeben als in den kleinen Bezirken. An oberster Stelle liegt demnach die Donaustadt mit diesmal 17.397 Wahlkarten, Schlusslicht bildet die Innere Stadt mit 4.019 Wahlkarten.

Wer es für seine eingeschrieben zugestellte Wahlkarte nicht mehr auf das Postamt schafft, hat trotzdem noch eine Möglichkeit, seine Stimme abzugeben. Denn nicht abgeholte Wahlkarten liegen dann noch bis zum Sonntag, 17.00 Uhr, im Wahlreferat des jeweiligen Zustellbezirks auf.

Österreichweit so viele Wahlkarten wie noch nie

Bei dieser Nationalratswahl wird ein neuer Briefwahlrekord aufgestellt: 889.193 Wahlkarten wurden ausgestellt, gab das Innenministerium am Freitag bekannt. Somit ist zu erwarten, dass im vorläufigen Endergebnis Sonntagabend noch rund 780.000 Stimmen fehlen. Der größte Teil der Briefwahl wird am Montag ausgezählt, der Rest und die “klassischen” Wahlkarten-Stimmen erst am Donnerstag.

780.000 Stimmen machen mehr als 16 Prozent der gültigen Stimmen aus – geht man von einem Volumen wie 2013 (4,693.000 gültige Stimmen) aus. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass die eine oder andere Frage erst am Montag bzw. Donnerstag endgültig entschieden ist – etwa wer tatsächlich Platz 2 hat oder ob Grüne, NEOS oder die Liste Pilz über die Vier-Prozent-Hürde kommen.

Briefwahlstimmen werden bis Montag ausgezählt

Der allergrößte Teil der Briefwahlstimmen – nämlich die im Postweg bzw. vor der Wahl bei den Bezirkswahl abgegebenen – wird bereits am Montag ausgezählt. Aber auch für die “Donnerstag-Runde” gibt es diesmal mehr zu tun: Denn die Landeswahlbehörden müssen diesmal nicht nur die in fremden Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten auswerten (das waren 2013 mehr als 30.000), sondern auch die neue Möglichkeit der Briefwahl. Heuer dürfen erstmals auch Briefwahlstimmen (also ausgefüllte und unterschriebene Wahlkarten) am Sonntag in jedem beliebigen Wahllokal abgegeben werden. Wie viel das ausmacht, lässt sich nicht vorhersagen: 50.000 bis 100.000 (für Briefwahl und Wahlkarten zusammen) lauten die groben Schätzungen der Experten.

6,4 Millionen Wahlberechtigte beantragten Wahlkarten

Sicher ist, dass das Interesse an der Briefwahl enorm angestiegen ist: Fast 14 Prozent der 6,4 Millionen Wahlberechtigten haben heuer Wahlkarten beantragt. Für diese NR-Wahl wurden um ein Drittel mehr ausgestellt als 2013 (668.658) und um ein Viertel mehr als bei der Bundespräsidenten-Stichwahl im Dezember (708.185). Sogar der bisherige Rekord wurde jetzt noch überboten – nämlich die 885.437 Wahlkarten bei der aufgehobenen Stichwahl im Mai. Damals wurde das große Interesse auf den Mai-Termine zurückgeführt – und für die Wiederholung im Dezember wurden ja auch wieder weniger Wahlkarten angefordert.

Fast 60.000 Wahlkarten gingen ins Ausland

59.283 Wahlkarten haben die Gemeindewahlbehörden ins Ausland geschickt. Das Interesse der Auslandsösterreicher, an den Wahlen in der Heimat teilzunehmen, ist schon bei der Bundespräsidentenwahl deutlich gewachsen – und jetzt gab es noch 4.471 Anträge mehr als im Dezember 2016. Gegenüber der NR-Wahl 2013 hat sich die Zahl der Auslands-Wahlkarten fast verdoppelt, damals waren es 34.031. Anders als bei der Zahl der Wahlberechtigten – die nur dank neu eingetragenen Auslandsösterreichern leicht angestiegen ist -, ist der enorme Zuwachs an Briefwählern allerdings auf das Inland zurückzuführen.

>>Alles zur NR-Wahl 2017

(apa/red)



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