Akt.:

3 Verdächtige nach Euthanasie-Mahnmal-Zerstörung

21-Jähriger bestreitet Vorwurf 21-Jähriger bestreitet Vorwurf
Die Empörung ist groß gewesen, als im Mai 2014 ein Euthanasie-Mahnmal zum Gedenken an Opfer des Nazi-Terrors im Kurpark der Stadt Salzburg von Unbekannten zerstört worden war. Nach acht Monaten intensiven Ermittlungen der Polizei wurden nun drei Tatverdächtige bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Korrektur melden


“Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen”, sagte Polizei-Sprecher Michael Rausch am Freitag auf Anfrage der APA. “Es gab einen Hinweis an das Landesamt Verfassungsschutz durch einen 21-jährigen Salzburger, der gesehen hätte, dass eine Person das Euthanasie-Denkmal beschädigt habe. Er und eine weitere Person hätten dabei als Aufpasser fungiert”, erklärte Rausch.

Der Verfassungsschutz ging diesen Hinweisen nach. Mehrere Personen wurden laut dem Polizei-Sprecher dazu einvernommen. “Der Beschuldigte bestreitet den ihm vorgehaltenen Sachverhalt und hat einen Alibizeugen angeboten. Der Staatsanwaltschaft Salzburg wurde der vorliegende Sachverhalt angezeigt.”

Bei dem 21-jährigen Salzburger, der diese Angaben vor der Polizei gemacht hat, handelt es sich um einen Angeklagten im “Stolpersteine”-Prozess. Er wurde in der vergangenen Woche wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung nach dem Verbotsgesetz zu fünf Jahren Haft nicht rechtskräftig verurteilt. Der Bursch soll mit einem 22-jährigen Komplizen im Tatzeitraum Februar bis Ende November 2013 in der Stadt Salzburg zahlreiche Nazi-Beschmierungen vorgenommen haben. In rund 60 Fällen wurden “Stolpersteine” mit Farbe verunstaltet – es handelt sich dabei um in Boden verlegte Gedenksteine zur Erinnerung an Opfer des Nazi-Regimes. Die beiden Burschen legten im Prozess ein Geständnis ab.

Das Euthanasie-Mahnmal im Kurpark wurde jedoch zu einem Zeitpunkt zerstört, nachdem die zwei Burschen bereits von der Polizei ausgeforscht worden waren. Die beiden wurden im Herbst 2013 in Untersuchungshaft genommen und dann Anfang April 2014 enthaftet. Somit war der 21-Jährige im Mai 2014 wieder auf freiem Fuß. In der Vorwoche hatte er im Prozess ausgesagt, dass er wisse, wer in der Nacht auf 14. Mai das Euthanasie-Mahnmal beschädigt habe.

Die Stele erinnert an die Ermordung von Hunderten behinderten und kranken Menschen durch die Nationalsozialisten. Im Jahr 1941 wurden rund 500 Patienten der “Landesheilanstalt für Geistes- und Gemütskranke” im Rahmen der Aktion “T4” nach Schloss Hartheim bei Linz verschleppt und getötet. Das Denkmal im Kurpark wurde um 15.000 Euro wiedererrichtet. Dazu gab es am 26. November 2014 einen Festakt.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Elisabeth Köstinger auf Platz 2 der ÖVP-Bundesliste
Hinter ÖVP-Chef Sebastian Kurz wird Generalsekretärin Elisabeth Köstinger auf der schwarzen Bundesliste für die [...] mehr »
Fast 600 Flüchtlinge in der Straße von Gibraltar gerettet
Die spanische Küstenwache ist am Mittwoch nach eigenen Angaben fast 600 Flüchtlingen in der Straße von Gibraltar zu [...] mehr »
Kern sieht Causa Silberstein als “politischen Fehler”
Bundeskanzler Christian Kern hat Mittwochnachmittag betont, dass man sich vom seit Montag festgenommenen Berater Tal [...] mehr »
Venezuelas Präsident Maduro besuchte Castros Grab in Kuba
Inmitten einer schweren innenpolitischen Krise und einem aufziehenden Konflikt mit den USA hat der venezolanische [...] mehr »
Kenias Oppositionsführer will Wahl vor Gericht anfechten
Der kenianische Oppositionsführer Raila Odinga will seine Niederlage bei der Präsidentenwahl vor Gericht anfechten. [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

“Ohne Elvis hätte es keiner geschafft”: Vor 40 Jahren starb der King

Milo Moire zu Sarah Knappik: “Ich hab keinen Bock mehr auf dich!”

Daniel Craig bestätigte Rückkehr als James Bond

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung