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60. Opernball: Retro-Ball mit Augenzwinkern

Am 4. Februar ist es soweit Am 4. Februar ist es soweit
Ein Retro-Ball mit Augenzwinkern: Der Opernball steht am 4. Februar ganz im Zeichen seines 60-Jahr-Jubiläums. Von der Eröffnung bis hin zum Blumenschmuck wird immer wieder an den ersten Ball nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Für Chefin Desiree Treichl-Stürgkh heißt es Abschied nehmen, sie wird die Veranstaltung kommendes Jahr nicht mehr organisieren.

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“Als ich die Organisation des Balles übernommen habe, hatte ich eine ganz bestimmte Vorstellung davon, in welche Richtung sich der Ball entwickeln soll. Er sollte jünger, internationaler und hipper werden. Das habe ich, bei aller Bescheidenheit, voll und ganz umgesetzt”, sagte Treichl-Stürgkh gegenüber der APA. Sie will sich nun mehr ihrer Familie, ihrer Tätigkeit als Verlegerin und neuen Medien-Projekten widmen. Als Nachfolgerin wird in der Gerüchteküche der Name Maria Großbauer, Ehefrau von Philharmoniker-Chef Andreas Großbauer, ganz heiß gehandelt. Weder Oper noch Großbauer wollten dies aber bisher bestätigen.

Treichl-Stürgkh will zu ihrem Abschied noch einmal “ein Prunkstück” inszenieren. Seitens der teilnehmenden Künstlern ist ihr das bereits wohl gelungen: Wurde heuer doch niemand geringerer als der spanische Star-Opernsänger Placido Domingo für die Eröffnung gewonnen. Er wird nicht nur “Da geh’ ich zu Maxim” aus “Die lustige Witwe” von Franz Lehar und ein Duett mit der russischen Sopranistin Olga Peretyatko singen, sondern auch das Staatsopernorchester dirigieren.

Bei der Eröffnung der Jungherren und Jungdamen wird dann eifrig aus der Geschichte des Balles zitiert: Die 144 Debütantenpaare werden zu einem Potpourri mit Ausschnitten der meistgespielten Eröffnungen der vergangenen 60 Jahre tanzen: die “Annen-Polka”, die “Feuerfest-Polka”, den Einzugsmarsch aus “Der Zigeunerbaron” und der “Radetzkymarsch”. Zudem steht mit dem “Klipp-Klapp Galopp” erstmals keine Polka auf dem Programm der Komiteedarbietungen. Die traditionellen Teile wie die “Fächerpolonaise” von Carl Michael Ziehrer oder Johann Strauß’ “An der schönen blauen Donau” bleiben bestehen. “Die Eröffnung soll richtig Lust zum Tanzen machen”, sagte der verantwortliche Tanzlehrer Roman Svabek.

So beschwingt die Vorbereitungen für den Ball sind, so ruhig ist es heuer um Baumeister Richard Lugner. Lugner wird von der amerikanischen Schauspielerin Brooke Shields und dem niederländischen Rapper Mr. Probz begleitet. Ein genaues Programm für den Wien-Besuch von Shields gibt es noch nicht. Vertraglich ausgemacht sind neben dem Opernball-Besuch lediglich eine gemeinsame Pressekonferenz mit ihrem Gastgeber sowie eine Autogrammstunde in der Lugner City. “Es ist alles im grünen Bereich, keine Probleme”, bilanzierte Lugner. Auch andere Gäste bringen Promis zum Ball. Die Familie Wess wird etwa von dem französischen Schauspieler Alain Delon begleitet.

Die Politik ist heuer stark vertreten. An der Spitze der Riege kommt Bundespräsident Heinz Fischer, heuer zum letzten Mal als Staatsoberhaupt. Er empfängt als Staatsgast den finnischen Präsidenten Sauli Niinistö mit dessen Frau Jenni Haukio. Von seinen potenziellen Nachfolgern dürfte nur Andreas Kohl das Staatsgewalze besuchen. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) wird, nachdem er im Vorjahr wegen eines EU-Gipfels passen musste, wieder mit dabei sein. Auch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat sein Kommen angekündigt.

Die schwierige Sicherheitslage nach den Terroranschlägen in Europa hat im Vorfeld medial zu Spekulationen über größere Sicherheitsmaßnahmen auf dem Ball geführt. Obwohl laut Innenministerium derzeit “in ganz Europa von einer erhöhten Gefährdungssituation” auszugehen ist, gibt es für den Ball aber keine spezielle Warnung. Seitens der Oper wird man allerdings – wie jedes Jahr – dafür Sorgen, dass sich die Gäste “wohl und sicher fühlen”, wie Sprecher Andre Comploi sagte. Am Einzug der Gäste über den Roten Teppich vor dem Eingang wird festgehalten.

In ORF2 steht am 4. Februar der gesamte Hauptabend ab 20.15 Uhr im Zeichen des Balles. Als Moderatoren sind heuer Alfons Haider, Mirjam Weichselbraun und Barbara Rett dabei. Vergangenes Jahr wurde die Eröffnung von 1,35 Millionen Zusehern verfolgt.



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