Die A1 wurde im April schon einmal punktuell saniert. Im September folgt die Generalsanierung. - © Aktivnews
Wer des Öfteren auf der A1 zwischen Salzburg Mitte und dem Knoten Salzburg in Richtung Villach fährt, dem sind die zahlreichen Schlaglöcher sicher nicht unbekannt. Diese teilweise sehr tiefen Fahrbahnschäden ärgern nicht nur beim Drüberfahren, sondern können auch schlimme Folgen haben.
„Im Schnitt befahren dieses Teilstück täglich 85.000 Fahrzeuge. In der Urlaubszeit erhöht sich die Anzahl natürlich um ein Vielfaches“, so Alexander Holzedl von der Asfinag. Die tiefsten Schlaglöcher hat die Asfinag zwar ausgebessert, doch leider haben diese jetzt die Wirkung von kleinen „Geschwindigkeits-Hubbeln“, die im Prinzip den gleichen negativen Effekt auf die Autos haben. „Momentan sind aufgrund des starken Urlauberverkehrs nur kleine Ausbesserungsarbeiten möglich. Wir haben diesen speziellen Bereich jedoch immer im Auge“, so Holzedl weiter.
„Durch die Schläge sind alle Teile am Auto betroffen. Von den Reifen, über die Stoßdämpfer, bis hin zum Lenkrad“, so Jürgen Klampfer vom ÖAMTC im Gespräch mit SALZBURG24. „Oft werden die Lenker von dem Rüttler überrascht, verreißen das Lenkrad und provozieren so Unfälle“, so Klampfer weiter. Schlaglöcher sind nicht nur unangenehm für die Lenker, sie können den Fahrzeugen auch nachhaltig schaden. Bei längerer Belastung kommt es zu einem erhöhten Verschleiß der Stabilisatoren, Stoßdämpfer, Achsen, Reifen und Traggelenke. „Da man bei den neueren Autos meist nichts mehr reparieren kann, müssen die Teile oft ausgetauscht werden und das wird dann teuer“, erklärt uns der ÖAMTC-Techniker Klampfer.
Als wir uns beim ÖAMTC erkundigten, war schnell klar, dass wir nicht die einzigen sind, denen die Schlaglöcher ein Dorn im Auge sind. „Beinahe täglich rufen uns Kunden an und beschweren sich über die tiefen Schlaglöcher“, erzählte uns die Pressesprecherin des ÖAMTC Aloisia Gurtner. Tatsächlich wird das Teilstück im September generalsaniert, teilte uns Holzedl von der Asfinag mit. Durch die Arbeiten wird es in Fahrtrichtung Villach notwendig sein, die Fahrbahnen zusammenzulegen. Staus sind also vorprogrammiert. Aber besser einige Minuten länger brauchen, als wegen eines Schlaglochs gar nicht ans Ziel zu kommen.