9. Mai 2011 13:39; Akt.: 9.05.2011 13:39

ADEG: Putenschnitzel kontaminiert

Die Putenschnitzel von ADEG sollten sofort entsorgt werden. Die Putenschnitzel von ADEG sollten sofort entsorgt werden. - © APA
Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat am Montag eine Salmonellen-Warnung herausgegeben. Demnach ist das Produkt “Putenschnitzel paniert, TK”, mit Mindesthaltbarkeitsdatum Juli/2011, des deutschen Herstellers Sprehe Geflügel und Tiefkühlkost “gesundheitsschädlich”.

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Vor dem Verzehr wird ausdrücklich gewarnt, hieß es in einer Aussendung. In Österreich wird der Artikel von ADEG vertrieben.

Verbraucher werden ersucht, das betroffene Produktkeinesfalls zu verzehren, sondern umgehend zu entsorgen bzw. in der Verkaufsstelle zu reklamieren. Die amtliche Lebensmittelaufsicht der Länder setzt weitere Maßnahmen“, so die AGES.

Das Produkt “Tiefkühl-Putenschnitzel paniert” des deutschen Herstellers “Sprehe Geflügel und Tiefkühlkost” ist nach Angaben der REWE International AG nicht über die klassischen ADEG-Filialen vertrieben worden, sondern ausschließlich über AGM-Großmärkte. Dort sei er noch am Montag aus dem Verkauf genommen worden, wie eine Konzernsprecherin betonte.

Die AGES hatte am Nachmittag eine Salmonellen-Warnung herausgegeben und das Produkt mit Mindesthaltbarkeitsdatum Juli/2011 als “gesundheitsschädlich” eingestuft.

ADEG warnt vor Salmonellen

Salmonellen sind Bakterien, die im Darm von Tier und Mensch leben. Sie sind aber auch außerhalb des menschlichen bzw. tierischen Körpers wochenlang lebensfähig. Sonnenlicht (UV-Strahlung) beschleunigt das Absterben der Erreger. In getrocknetem Kot sind sie mehr als zweieinhalb Jahre lang nachweisbar. Als gesicherte Keimabtötung gilt ein Erhitzen auf über 70 Grad C für mindestens 15 Sekunden.

Die Übertragung der Salmonellen erfolgt hauptsächlich durch den Verzehr roher oder ungenügend erhitzter Lebensmittel tierischer Herkunft (Eier, Geflügel, Fleisch und Milch). Auch selbst hergestellte Produkte, die rohe Eier enthalten wie Tiramisu, Mayonnaise, Cremen und Speiseeis können mit Keimen belastet sein. Bei älteren Personen kann eine Salmonellose durch hohen Flüssigkeitsverlust und damit verbundener Kreislaufbelastung rasch zu einem lebensbedrohenden Zustand führen. Besonders gefährdet sind neben älteren Personen vor allem Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Krankheitssymptome bei Salmonellenvergiftung

Als Krankheitssymptome können bereits innerhalb weniger Stunden nach Verzehr von mit Salmonellen infizierten Lebensmitteln auftreten: Übelkeit, Durchfall, Fieber, Erbrechen, Kreislaufbeschwerden und Bauchkrämpfe.



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