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Animationshit "Toy Story 3": Mafia-Alarm im Kindergarten

Animationshit "Toy Story 3": Mafia-Alarm im Kindergarten
Vor fünfzehn Jahren hat “Toy Story” Geschichte geschrieben: Der erste abendfüllende Animationsfilm, der gänzlich am Computer generiert wurde, spielte weltweit 362 Millionen Dollar ein, erhielt drei Oscar-Nominierungen und wurde zum erfolgreichsten Film des Jahres 1995.

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Die Ära der Trickfilmschmiede Pixar wurde mit den um die Gunst ihres Besitzers kämpfenden Stoff- und Plastikspielzeugfiguren eingeläutet und vier Jahre später mit “Toy Story 2” eindrucksvoll untermauert. Aufgrund eines Rechtsstreits mit dem nunmehrigen Pixar-Eigentümer Walt Disney Pictures dauerte die Umsetzung von Teil drei zwar elf Jahre – doch das Warten hat sich gelohnt: “Toy Story 3” (ab Donnerstag im Kino) wurde der steinerweichende Abschluss der fantastischen Trilogie.

Andy, der Besitzer von Cowboy Woody, dem Astronauten Buzz Lightyear und jeder Menge anderen Spielzeugs, steht vor dem Umzug aufs College. Doch was tun mit dem ganzen alten Kram, mit dem ohnehin nicht mehr gespielt wird? Während Woody seine Kollegen von der zu erwartenden Kiste im Dachboden überzeugen will, fürchten diese die Abschiebung zum Müllplatz. Dann doch besser in den Kindergarten, wo wenigstens wieder mit einem gespielt wird! Doch der Kindergarten entpuppt sich nach anfänglichen Verlockungen als ein gefährlicher Ort, an dem der charismatische Teddybär Lotso einem Mafiapaten gleich sein strenges Regiment führt. Für Woody keine leichte Aufgabe, seine Freunde aus dem Hochsicherheitstrakt zu befreien.

“Wie kann ein digital erzeugter Film über Sachen aus Plastik, Holz und Gummi so tief berühren?”, fragte das Filmblatt “Entertainment Weekly” erstaunt. Und tatsächlich ist es einmal mehr beeindruckend, wie scheinbar spielerisch leicht die Macher um Produzent und Erfinder John Lasseter, Regisseur Lee Unkrich und Drehbuchautor Michael Arndt (“Little Miss Sunshine”) zwischen albernem Slapstick und düsterem Ausbruchsthriller, zwischen Charakterdrama und Horrorelementen wechseln. Die Pixar-Leute, die sich nach Hits wie “Findet Nemo”, “Ratatouille” und “Wall-E” auch bei ihrem jüngsten Kunststück über Kritikerlob und klingelnde Kinokassen freuen dürfen (allein in den USA 110 Millionen Dollar zum Auftakt), schufen ein anrührendes, ergreifendes und witziges Abenteuer.

Trotz der neuen 3D-Technik wurde auch diesmal vor allem auf eine ausgefeilte Story (auch wenn das erste Drittel thematisch nicht viel Neues bietet) und gut ausgebildete Charaktere Wert gelegt. Eines der größten Verdienste sind die neuen Figuren, allen voran Lotso, aber auch Barbie-Freund Ken und Mr. Pricklepants (alias Sepp Stachel). Im Original leihen einmal mehr Tom Hanks, Tim Allen und Joan Cusack ihre Stimmen, neu hinzugekommen sind Michael Keaton, Timothy Dalton und Whoopi Goldberg. In der deutschen Synchronversion stellen u.a. Bully Herbig, Rick Kavanian, Christian Tramitz und Karin C. Tietze den Spielzeughelden ihre Stimmen zur Verfügung. Für die Originalmusik sorgt übrigens bereits zum dritten Mal Oscar-Preisträger Randy Newman.

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