Akt.:

Anthony Weiner bekennt sich in Sexaffäre schuldig

"Ich habe eine Krankheit, aber ich habe keine Entschuldigung" "Ich habe eine Krankheit, aber ich habe keine Entschuldigung" - © APA (AFP)
Der US-Skandalpolitiker Anthony Weiner hat sich schuldig bekannt, Sexbotschaften an eine Minderjährige geschickt zu haben. Schluchzend und mit erstickter Stimme sagte der 52-Jährige am Freitag vor einem Gericht in New York, er wisse, dass sein Verhalten “moralisch falsch und gesetzeswidrig” gewesen sei. “Ich habe eine Krankheit, aber ich habe keine Entschuldigung”, gab er zu.

Korrektur melden

In dem Fall geht es um Sexfotos und anzügliche Botschaften, die der einstige Hoffnungsträger der Demokratischen Partei über Onlinedienste an eine 15-Jährige geschickt hatte. Weiner verschickte die Sexbotschaften an das Mädchen im vergangenen Jahr, während seine Ehefrau, die Politikberaterin Huma Abedin, im Wahlkampfteam der Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton arbeitete.

Für sein Delikt kann Weiner mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Sein Schuldeingeständnis war allerdings Teil einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, die im Gegenzug eine deutlich niedrigere Haftstrafe von 21 bis 27 Monaten Gefängnis anstrebt. Die Vereinbarung sieht auch vor, dass der frühere Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus als Sexualstraftäter registriert wird.

Der Deal bedarf allerdings noch der Zustimmung des Gerichts, das auch eine höhere Strafe verhängen kann. Als Termin für die Strafmaßverkündung wurde der 8. September gesetzt. Bis dahin kam Weiner gegen Hinterlegung einer Kaution von 150.000 Dollar (rund 135.000 Euro) auf freien Fuß. Er hatte sich am Freitagmorgen (Ortszeit) freiwillig in die Hände der Bundespolizei FBI begeben.

Weiners Laufbahn war schon vor Jahren durch Cybersex-Skandale beschädigt worden. 2011 musste er seinen Sitz im Repräsentantenhaus niederlegen, nachdem er Sex-Nachrichten mit sechs verschiedenen Frauen ausgetauscht hatte. Zwei Jahre später bewarb er sich dennoch um das Amt des Bürgermeisters von New York. Im Wahlkampf kam dann heraus, dass er unter dem Namen “Carlos Danger” erneut Cybersex betrieb. Damit waren seine Chancen dahin.

Abedin, eine enge Vertraute von Hillary Clinton, gab im vergangenen August ihre Trennung von Weiner bekannt. Der Name ihres Ehemanns geriet dann zwei Monate später in der Schlussphase des Kampfes um das Weiße Haus zwischen Clinton und dem heutigen Präsidenten Donald Trump erneut in die Schlagzeilen – im Zusammenhang mit der E-Mail-Affäre Clintons.

Der damalige FBI-Chef James Comey gab damals bekannt, dass die Untersuchungen zum regelwidrigen Umgang der Ex-Außenministerin mit ihren dienstlichen E-Mails neu aufgenommen worden seien. Die neu aufgetauchten Mails, von denen Comey seinerzeit sprach, waren laut Medienberichten ausgerechnet auf dem Laptop Weiners gefunden worden, was damals viel Spott in den US-Medien auslöste. Weiner hatte das Gerät offensichtlich zusammen mit seiner Ehefrau benutzt.

(APA/dpa)



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
IS reklamiert Anschlag auf ägyptische Christen für sich
Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat den tödlichen Anschlag auf Christen in Ägypten für sich in Anspruch [...] mehr »
Mindestens 300 Tote nach neuen Kämpfen in Zentralafrika
Bei den jüngsten Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen in der Zentralafrikanischen Republik sind nach UNO-Angaben [...] mehr »
Großbritannien hob höchste Terrorwarnstufe auf
Großbritannien hat die seit dem Anschlag von Manchester geltende höchste Terrorwarnstufe am Samstag wieder aufgehoben. [...] mehr »
Kurz will sein Programm Anfang September vorstellen
Der neue ÖVP-Chef Sebastian Kurz will Anfang September ein Programm mit seinen inhaltlichen Vorstellungen [...] mehr »
SPÖ empört über Hartz IV-Studie des Finanzministeriums
Eine vom Finanzministerium in Auftrag gegebene Studie, welche Auswirkungen das deutsche Hartz-IV-Modell in Österreich [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Von “Baywatch” bis “Wonder Woman”: Die Kinohighlights im Juni

2. Baby für CR7: Geht Ronaldos Traum endlich in Erfüllung?

Lilly und Boris Becker: Darum klappt es mit dem Baby nicht

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung