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Arbeiten statt feiern: Kulturprogramm zum EU-Ratsvorsitz

Wiener Philharmoniker sollen in Brüssel auftreten Wiener Philharmoniker sollen in Brüssel auftreten - © APA
Der EU-Ratsvorsitz Österreichs im zweiten Halbjahr 2018 soll sich auch in kulturellen Veranstaltungen niederschlagen. Fix ist allerdings derzeit nur wenig – zusätzliche Budgetmittel müssen erst von der neuen Regierung bewilligt werden. Rund vier Mio. Euro ließ sich Österreich das Kulturprogramm der Ratspräsidentschaft 2006 kosten.

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“Es wird Projekte geben, die den Stellenwert von Kunst und Kultur in Österreich unterstreichen. Ansonsten gibt es eine Fokussierung auf ein intensives inhaltliches Programm, mit dem wir auch der veränderten Arbeitsweise in der EU Rechnung tragen: Der EU-Ratsvorsitz spielt sich großteils auf der Arbeitsebene ab”, sagt Sektionschef Jürgen Meindl im Gespräch mit der APA. Geplant sind einige Fachtagungen, die eine Agenda weiterbringen sollen, beispielsweise bei der Digitalisierung im Kulturbereich.

Ein Augenmerk wird auch dem EU-Kulturerbejahr 2018 gelten, dessen Abschlusskonferenz im Dezember 2018 in Österreich stattfinden soll. Und man wird versuchen, die Verleihung der Europäischen Literaturpreise im kommenden Jahr nach Wien zu holen.

Geplant ist ein Konzert der Wiener Philharmoniker unter Herbert Blomstedt als musikalischer Auftakt, das im Palais des Beaux-Arts in Brüssel stattfinden soll – allerdings nicht im Juli, wenn auch in den EU-Institutionen die Ferienzeit begonnen hat, sondern im September. Überhaupt möchte man in Brüssel verstärkt präsent sein: Die Belvedere-Ausstellung “Klimt ist nicht das Ende – Aufbruch in Mitteleuropa” soll nach Ende ihrer Wiener Laufzeit Ende August in veränderter Form in das Palais des Beaux-Arts wechseln, weiters bereitet man die Fotoschau “Facing Austria” vor. Mit dem ebenfalls in Vorbereitung befindlichen Republikgedenken anlässlich der 100. Wiederkehr der Ausrufung der Republik am 12. November 2018 versuche man, Synergien zu heben.

Für manche große Sonderprojekte ist es allerdings bereits zu spät. Klangforum Wien-Intendant Sven Hartberger hatte zusammen mit dem Animationsfilmfestival “Tricky Women” vorgeschlagen, zehn Komponistinnen mit zehn Filmemacherinnen zur Zusammenarbeit und “zum Gespräch über die Zukunft der Welt” einzuladen. Die Uraufführung hätte im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft stattfinden und danach auf Europatournee gehen sollen. Von den 1,2 Mio. Euro Gesamtprojektkosten hätte die Republik die Hälfte übernehmen sollen. Eine Finanzierungszusage konnte aber bis dato nicht gegeben werden. Das Projekt wird sich jedenfalls 2018 nicht mehr ausgehen, sei aber durchaus auch zu einem späteren Zeitpunkt vorstellbar, meint man im Ministerium.

Denn auch nach 2018 bleibt die EU ein Thema für die heimische Kunst- und Kulturszene. Österreich kann nach Graz 2003 und Linz 2009 im Jahr 2024 wieder eine Europäische Kulturhauptstadt stellen. Seit geraumer Zeit läuft ein professionell begleiteter Vorbereitungsprozess für die Einreichungen. St. Pölten hat dafür ebenso Interesse signalisiert wie u.a. das Vorarlberger Rheintal, Bad Ischl mit der Region Salzkammergut oder die Region Obersteiermark West (mit Judenburg und Murau). “Das Interesse ist sehr groß und der bisherige Prozess sehr erfreulich”, sagt Kathrin Kneissel, Leiterin der Abteilung Europäische und internationale Kulturpolitik im Kulturministerium. Anfang 2019 wird eine Jury die Shortlist erstellen. Die Entscheidung fällt Ende 2019.

(APA)



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