Akt.:

Asyl: Caritas spricht von "Spitzelsystem"

Die Caritas kritisiert Innenministerin Maria Fekter (V) für ihren Vorstoß für mehr Kontrolle im Asylbereich. Caritas-Generalsekretär Bernd Wachter meinte gegenüber der APA, hier werde ein “Spitzelsystem” aufgebaut.

Korrektur melden

So würden etwa Hausbesorger und Nachbarn befragt, ob eine Familie “irgendwelche Geräte” eingekauft habe oder einer (illegalen) Arbeit nachgehe. “Ein solches Denunziantentum haben wir geschichtlich schon einmal gehabt”, so Wachter. Dies sei “keine Wirklichkeit”, die die Caritas und die Menschen in Österreich wollten.

Mit einem derartigen System werde ein “Sündenbockmechanismus” bedient, dies sei “gesamtgesellschaftlich ein verheerendes Signal”. Es werde ein Bild konstruiert, “dass diese Menschen ein System missbrauchen, dass diese Menschen Dinge erwerben, die ihnen nicht zustehen”. Es gehe hingegen um Familien, “die nichts verbrochen haben”, sondern geflüchtet seien, “weil es ihnen dort, wo sie waren, aus welchen Gründen auch immer, nicht sonderlich gut gegangen ist”, so Wachter.

Der Caritas-Generalsekretär stellt auch den wirtschaftlichen Nutzen der verstärkten Kontrollen infrage: Er wage es zu bezweifeln, ob angesichts des Personal-Inputs und der Kosten, die in Hand genommen werden, das Ergebnis “wirklich so befruchtend” sei. Die Ergebnisse der Überprüfungen seien “inhaltsleer”: So werde etwa von den Kontrolleuren gefragt, woher das Geld komme, wenn sich eine Familie eine Waschmaschine gekauft hat, sagte Wachter. Dies sei “ein wenig hanebüchen”.

Das große Problem beim Thema Asylwerber sei, dass die Menschen nicht arbeiten dürfen, so Wachter. “Das treibt Menschen in Situationen, die unangenehm sind” und könne auch in die Kriminalität treiben. Die Grundversorgung – zusätzlich zu Unterkunft und Verpflegung sieht diese eine Zuwendung von insgesamt 50 Euro pro Kopf und Monat vor – sei ein “Mindeststandard”, der Menschen in einer Asylsituation zur Verfügung gestellt werde. Die Quartiere seien “höchst einfach”. Hier einen Sündenbock zu suchen hieße, “politisches Kleingeld in unterster Schublade zu produzieren”, so Wachter.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Die 5 heftigsten Momente der ersten Elefantenrunde
728.000 Zuseher waren am Sonntag Abend bei der ersten großen TV-Elefantenrunde auf Puls 4 mit dabei. Dabei gabb es [...] mehr »
Ein Fünftel weniger Flüchtlingsankünfte in Italien
Die Zahl der in Italien ankommenden Flüchtlinge geht seit einigen Monaten zurück. Insgesamt erreichten seit [...] mehr »
Ungarische Regierung erwägt neuen Zaun an rumänischer Grenze
Ungarn erwägt den Bau eines neuen Zaunes an der rumänischen Grenze. Das sagte Regierungssprecher Zoltan Kovacs am [...] mehr »
Führungsstreit bei AfD eskaliert
Einen Tag nach ihrem historischen Erfolg bei der Bundestagswahl eskaliert der Führungsstreit bei der [...] mehr »
Irakische Kurden stimmen über Unabhängigkeit ab
Die irakischen Kurden haben am Montag trotz internationaler Proteste und gegen den Willen der Zentralregierung in einem [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Kylie Jenner (20) nach Blitz-Beziehung schwanger?

Bill Skarsgård enthüllt Ursprung seines “IT”-Grinsens

/slash-Filmfestival 2017 mit “Es” im Wiener Gartenbaukino eröffnet

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung