20. Mai 2012 13:23; Akt.: 20.05.2012 13:23

AUA-Maschine flog am Samstag ohne Passagiere von Washington nach Wien

Um hohe Strafzahlungen an die wartenden Passagiere zu vermeiden, flog die Maschine aus Washington leer nach Wien. Um hohe Strafzahlungen an die wartenden Passagiere zu vermeiden, flog die Maschine aus Washington leer nach Wien. - © Ronald Zak/dapd
Eine AUA-Maschine musste am Samstag 171 Fluggäste zurücklassen und leer von Washington nach Wien fliegen. Grund war ein technisches Problem, dass zu Strafzahlungen geführt hätte, wenn die Passagiere noch länger an Bord hätten warten müssen.

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Mit rund dreistündiger Verspätung landete Flug OS094 aus Washington auf dem Flughafen Wien in Schwechat. An Bord der Boeing 767 befand sich jedoch ausschließlich die Besatzung – die Passagiere waren in Washington geblieben. Hintergrund waren technische Probleme sowie die US-amerikanische Gesetzgebung, erklärte AUA-Sprecher Peter Hödl im Gespräch mit dem Magazin Austrian Wings.

171 Passagiere konnten nicht von Washington nach Wien fliegen

Demnach befanden sich die 171 Passagiere für den Flug nach Wien bereits an Bord des Flugzeuges, als während des Anlassvorgangs der Triebwerke ein Ventil überhitze. Die Besatzung versuchte, das Problem in den Griff zu bekommen, entschied sich jedoch nach einiger Zeit, die Fluggäste wieder aussteigen zu lassen. Hödl: “Es gibt in den USA nämlich ein Gesetz, wonach Passagiere am Boden nicht länger als vier Stunden in einem Flugzeug sitzen dürfen. Wird diese Zeit überschritten, drohen der Airline Strafzahlungen von 27.000 tausend Dollar pro Reisendem.”

Strafzahlungen wären noch teurer gekommen als Leerflug

Als das Problem schließlich behoben war, sei die verbliebene Zeit aber zu knapp gewesen, um die Passagiere wieder einsteigen zu lassen. “Das Boarding hätte so lange gedauert, dass die Besatzung bei anschließender Durchführung des Fluges ihre maximale Dienstzeit überschritten hätte. Folglich hätte der Flug gar nicht abheben dürfen, und die Maschine wäre samt Crew in Washington fest gesessen.” Deshalb habe man sich entschieden, die Maschine umgehend ohne Passagiere nach Wien zu überstellen, damit sie wenigstens für die Folgerotationen zur Verfügung stand. (APA)



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