Für die Bausparer gibt es durch die Prämienhalbierung künftig zur maximalen jährlichen Einzahlungssumme von 1.200 Euro nur noch 18 Euro statt 36 Euro dazu.
Die Halbierung der Bausparprämie ist von der Regierung bereits zu Jahresbeginn beschlossen worden und per Anfang April in Kraft getreten. Die Förderbandbreite wurde von 3 bis 8 Prozent auf 1,5 bis 4 Prozent gesenkt. Der Satz wird jährlich neu festgesetzt und orientiert sich am allgemeinen Zinsniveau, das derzeit sehr niedrig liegt. Durch die unterjährige Kürzung reduziert sich bereits für heuer die Prämie auf 1,875 Prozent bzw. maximal 22,50 Euro.
In der gesamten Bausparbranche stottert seit der Prämienkürzung das Neugeschäft. Es dürfte heuer mit rund 900.000 Verträgen auf das Niveau des Jahres 2006 zurückfallen, erwartete zuletzt s-Bauspar-Chef Josef Schmidinger. 2011 wurden 980.000 neue “Bausparer” abgeschlossen, 2010 und 2009 waren es über 1 Million.
Auch die an die Bausparprämie gekoppelte Förderung der Zukunftsvorsorge halbiert sich. Bei der Zukunftsvorsorge ergibt sich die Kürzung aus der ebenfalls von der Regierung halbierten Basisförderung der Zukunftsvorsorge (2,75 statt 5,5 Prozent) plus die neue Bausparprämie von nur mehr 1,5 Prozent. Für Eigenbeiträge sinkt der Zuschuss also von 8,5 auf 4,25 Prozent. Die Förderobergrenze der Zukunftsvorsorge orientiert sich an der Höchstbeitragsgrundlage der Sozialversicherung.
Mit den Kürzungen bei Bauspar- und Zukunftsförderung will die Regierung von 2013 bis 2016 pro Jahr 119 Mio. Euro einsparen.