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Später Wintereinbruch – Schnee- und Frostwarnung der ZAMG

Große Neuschneemengen sorgen für Gefahr Große Neuschneemengen sorgen für Gefahr - © APA
Angesichts des späten Wintereinbruchs appellierte die Asfinag am Dienstag an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise an die entsprechenden Bedingungen anzupassen. Erste Schneefälle hätten in Vorarlberg bereits für Probleme auf der S16 (Arlberg Schnellstraße) gesorgt. Auch in Ost- und Nordösterreich könnte es laut Prognosen ab Mittwoch neuerlich Schneefälle geben, insbesondere in Oberösterreich.

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Auch in der nördlichen Steiermark und großen Teilen Niederösterreichs, wie etwa im Bereich Alland auf der A21 (Außenring Autobahn), wird ein später Wintereinbruch erwartet. Wer bereits auf Sommerreifen umgesteckt hat, sollte bei winterlichen Verhältnissen auf das Auto verzichten. Wer mit dem Kfz unterwegs ist, sei laut Asfinag verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug auch winterfit ist.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat am Dienstag eine Schnee- und Frostwarnung ausgegeben: Bis Donnerstagabend wird es in vielen Regionen schneien, mit Schwerpunkt Alpennordseite. Auf Straßen und Eisenbahnlinien sind Probleme durch Äste oder umgefallene Bäume möglich. Auf Passstraßen muss man mit Schneefahrbahnen rechnen. In der Nacht auf Freitag wird es im Großteil Österreichs frostig. Wie erwartet, bringt derzeit ein Kaltlufteinbruch, relativ spät im Jahr, Schnee bis in tiefe Lagen. Dienstagfrüh lagen bereits in Bad Gastein und Landeck zwei und in Reutte sechs Zentimeter Neuschnee. Auf den Bergen fielen in der Nacht auf Dienstag am Feuerkogel 20 und am Sonnblick 40 Zentimeter.

Die ZAMG erwartet die größten Neuschneemengen an der Nordseite der Alpen, besonders im Gebiet vom Tiroler Unterland über das Salzkammergut bis ins Semmering/Wechselgebiet könnten bis Donnerstagabend auch in tiefen Lagen zehn bis 30 Zentimeter zusammenkommen. Vereinzelt sind auch um die 40 Zentimeter möglich, beispielsweise in Mariazell, Lunz am See und Windischgarsten. Auf den Bergen schneit es in diesen Regionen um die 50 Zentimeter, etwa am Dachstein sowie auf Hochschwab und Rax.

Selbst im Flachland, im Raum Linz, Wien und Bregenz, kann es am Mittwoch und Donnerstag zeitweise schneien, wobei die mittlerweile ungebetene Pracht besonders auf Wiesen vorübergehend liegenbleiben kann. Im Hügelland Ost- und Südostösterreichs, wie in der Buckligen Welt und im Raum Hartberg, kann sich zeitweise sogar eine mehrere Zentimeter hohe Schneedecke bilden.

Experten des Lawinenwarndienstes haben am Dienstag vor den tief winterlichen Verhältnissen auf Tirols Bergen gewarnt. Oberhalb von 2.000 Metern wurde die Lawinengefahr als erheblich, also mit Stufe 3 der fünfteiligen Skala eingestuft. Lokal gab es in den vergangenen 24 Stunden bis zu einem halben Meter Neuschneezuwachs. Die Schneefallgrenze sank am Dienstag langsam bis in Tallagen. In der Silvretta, dem Raum Arlberg/Außerfern, entlang der Nordalpen sowie in den Kitzbüheler Alpen waren es verbreitet 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal auch bis zu 50. Inneralpin sowie entlang des Zillertaler- und Tauernkammes betrug der Zuwachs zunächst 15 bis 20 Zentimeter, im übrigen Nord- und Osttirol etwas weniger.

In Vorarlberg haben am Dienstag Schneefälle bis ins Rheintal für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf den höher gelegenen Passstraßen bestand Schneekettenpflicht für Lkw. Die Lawinengefahr wurde so wie in Tirol als “erheblich” (Stufe 3 auf der fünfteiligen Gefahrenskala) eingestuft. Am Dienstagvormittag stürzte ein 34-jähriger Pkw-Lenker in Dornbirn rund 30 Meter über einen Hang ab. Der Mann wurde verletzt und musste von Rettung und Feuerwehr aus seinem Fahrzeug geborgen werden. Er wurde mit dem Helikopter ins LKH Feldkirch geflogen, so die Polizei auf APA-Nachfrage.

In Oberösterreich hat der Wintereinbruch am Dienstag Schneefall bis ins Flachland gebracht. Der Straßenverkehr war dadurch aber nur punktuell beeinträchtigt. Die Lawinengefahr in den Bergen wurde bis zu “erheblich” eingestuft. Dienstagfrüh gab es Behinderungen durch auf Schneefahrbahn hängen gebliebene Fahrzeuge auf der B38 zwischen Freistadt und Sandl.

Der ÖAMTC warnte davor, sich ohne entsprechende Winterausrüstung in höher gelegene Gebiet zu wagen. Das Amt der Landesregierung stufte die Lawinengefahr in den Hochlagen als erheblich durch Triebschnee, darunter als mäßig ein. Durch den Schneezuwachs seien spontane Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich.

Auch in Niederösterreich hat die Rückkehr des Winters in den Ybbstaler Alpen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee gebracht. In höheren Lagen sei mit erheblicher Schneebrettgefahr zu rechnen, berichtete der Lawinenwarndienst. Es seien neue, lawinenrelevante Schwachschichten entstanden. Die Prognosemodelle zeigen laut Lawinenwarndienst bis Donnerstagfrüh “ergiebigen Schneezuwachs”. Es werde sukzessive kälter, die Schneefallgrenze sinke bis in Tal-Nähe.

Auch in der Steiermark ist der Winter noch einmal zurückgekehrt und hat der Obersteiermark bereits Schnee mitgebracht. Es kam zu vereinzelten Verkehrsbehinderungen, ein Chaos blieb vorerst aber aus. Landwirte rüsten sich seit Tagen gegen die prognostizierten eisigen Nächte, die den bereits in der Blüte stehenden Obstbäumen und den austreibenden Weinstöcken Schaden könnten. In der Obersteiermark nördlich des Alpenhauptkammes hat es in der Nacht auf Dienstag wieder geschneit, zum Beispiel auch in Mariazell. Noch gegen Mittag war eine dünne Schneedecke auf den Dächern des auf 875 Meter Seehöhe gelegenen Wallfahrtsorts zu sehen.

(APA)



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