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Australien: Landrechte für Ureinwohner

Australien: Landrechte für Ureinwohner
Die australischen Ureinwohner (Aborigines) haben einen zehnjährigen juristischen Kampf für ihre Rechte auf die Regenwälder an der australischen Ostküste gewonnen.

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Der Vereinbarung vom Dienstag gingen rechtliche Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern des Githabul-Volkes und der Regierung des Staates New South Wales voraus. Nunmehr erhalten die Aborigines in der Region das Recht, in dem Gebiet der traditionellen Jagd und dem Fischfang nachzugehen. Außerdem werden die Githabul bei der Verwaltung der 19 Nationalparks und Staatswälder in New South Wales helfen. Einige wie die Border Ranges und Toonumbar sind als Welterbe anerkannt und geschützt. Die Ureinwohner versprechen sich davon auch mehr Arbeitsplätze und eine geringere Abhängigkeit von der Sozialhilfe.

„Sie sind nicht länger die ’armen Schweine’, denn jetzt stehen sie auf ihrem eigenen Land“, sagte Warren Mundine, dessen Institution „Native Title Services“ den Rechtsstreit finanziert hat. „Das wird den Stolz dieser Gemeinschaft verändern.“ Das etwa 6000 Quadratkilometer große Gebiet grenzt an die schönsten Küstenabschnitte Australiens mit der Byron Bay und den beliebtesten Touristenstränden und Städten im Süden von Queensland.

Viele der 460.000 australischen Ureinwohner leben in abgelegenen Gebieten. Sie haben kaum Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätzen und guten Wohnungen. Sie machen heute etwa 2,3 Prozent der australischen Bevölkerung aus. 1992 hatte das Oberste Gericht Australiens entschieden, dass die Ureinwohner ein Recht auf das Land ihrer Vorfahren haben. Im vergangenen Jahr befürwortete ein Gericht ihren Anspruch auf das Gebiet der Stadt Perth im Westen Australiens. Dieser Gerichtsentscheid wird vom Staat angefochten.

Premierminister John Howard hatte die Versöhnung mit den Aborigines zu einem der wichtigsten Ziele seiner Amtszeit erklärt. Howard hatte vor dem Bundesparlament in Canberra „im Namen der Nation“ Bedauern über das Unrecht ausgedrückt, das den Ureinwohnern in der Vergangenheit zugefügt worden ist. Bis in die 1960er-Jahre waren Kinder aus ihren Familien gerissen worden, um sie durch Zwangsadoption und Erziehung in weißen Familien zu assimilieren oder Sklavenarbeit verrichten zu lassen.



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