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Austria holte mit 5:2 gegen Altach 1. Frühjahrssieg

Jubel bei der Austria Jubel bei der Austria
Die Wiener Austria hat sich am Samstag nach einem verpatzten Frühjahrsstart den Frust von der Seele geschossen. Die Austria feierte im Duell zweier Europacup-Aspiranten einen verdienten 5:2-(2:0)-Erfolg gegen den Tabellendritten Altach und verkürzte den Abstand auf die Vorarlberger sowie auch auf den auf Rang zwei liegenden WAC auf vier Punkte. Sturm Graz trennte sich von Wr. Neustadt 3:3.

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Fabian Koch (13.), Alexander Gorgon mit einem Doppelpack (24., 69.), Raphael Holzhauser (54.), der das Spiel seiner Truppe gut lenkte, und Patrizio Stronati (86.) sorgten vor 6.350 Zuschauern in der Generali-Arena für die Entscheidung und den zumindest kurzfristigen Vorstoß auf Rang fünf. Die Altacher zeigten sich in der Defensive extrem anfällig und durften nur nach einem Doppelschlag des von seinen Knieproblemen genesenen Hannes Aigner (62., 63.) kurz von einem Punkt träumen.

Austria-Trainer Gerald Baumgartner mischte seine Startformation gehörig durch, nahm gegenüber dem 0:1 beim WAC vier Änderungen vor. Der 20-jährige Stronati (für Vance Sikov) kam in der Innenverteidigung schneller als gedacht zu seinem Bundesliga-Debüt. Im Mittelfeldzentrum durfte sich Holzhauser (für Mario Leitgeb) erwartungsgemäß von Beginn an versuchen. Ebenfalls zu seinem Startelf-Debüt kam Jung-Austrianer Marko Kvasina (für Alexander Grünwald). Zudem rutschte der wiedergenesene Marco Meilinger für Daniel Royer ins Team.

Die Austrianer waren darauf aus, eine Reaktion nach dem verpatzten Frühjahrsauftakt zu zeigen. Das gelang schon in der ersten Hälfte, allerdings auch dank der Mithilfe der Altacher. Die auch in der Vorbereitung einstudierte 3-4-1-2-Aufstellungsvariante der Vorarlberger ging nicht auf, es fehlte die Stabilität in der Defensive, sie machten sich das Leben mit schweren Eigenfehlern selbst schwer.

Nach einem missglückten Gercaliu-Kopfball-Passversuch zog Philipp Zulechner aufs Tor zu, sein Querpass auf Holzhauser war aber nicht präzise genug (11.). Den zweiten großen Schnitzer der Gäste nützten die Wiener gleich darauf aus. Kapitän Philipp Netzer verlor den Ball nach einem Corner im Aufbauspiel, Koch legte sich den Ball nach einem Haken zurecht und traf aus 15 Metern hoch genau ins Eck (13.).

Drei Minuten später hätte Gorgon Altach-Goalie Andreas Lukse beinahe mit einem direkten Freistoß überrascht (16.). Seine zweite Möglichkeit verwertete der 26-Jährige kurze Zeit später. Lukas Jäger verlor den Ball in der eigenen Hälfte, Zulechner setzte seine Schnelligkeit ein, und nach dessen Zuspiel behielt Gorgon im Duell mit Lukse die Oberhand und drückte den Ball über die Linie (24.).

Mit der Führung im Rücken kontrollierten die Wiener das Geschehen, ohne große Akzente zu setzen. Die Altacher kamen mit Fortdauer der ersten Hälfte etwas besser in die Partie, konnten Austrias Goalie Heinz Lindner aber nur einmal prüfen. Der ÖFB-Teamtormann war bei einem Zech-Kopfball auf dem Posten (36.).

Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren schnell einen weiteren Treffer nach. Holzhauser zog an Lukse vorbei und hatte keine Mühe einzuschießen (54.). Der Ex-Stuttgart-Legionär hatte aber Glück, kam er doch nur an den Ball, da Schiedsrichter Andreas Kollegger bei einem Luft-Zweikampf zwischen Zulechner und dem für den gesperrten Cesar Ortiz aufgebotenen Zech kein Foul gegeben hatte.

Aus dem Nichts kamen die zum Auftakt gegen die Admira mit 2:0 siegreich gebliebenen Gäste aber zurück. Nach Tajouri-Lochpass traf Aigner aus spitzem Winkel ins lange Eck (62.). Eine Minute später profitierte er von einem Lindner-Schnitzer, der sich den Ball vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller zu weit vorlegte, und die Rechnung präsentiert bekam.

Dem Ausgleich kamen die Canadi-Schützlinge aber zurecht nicht mehr nahe, ganz im Gegenteil kassierten sie noch zwei weitere Gegentreffer. Ein Gorgon-Abschluss wurde von Ronald Gercaliu unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht (69.). Für den Schlusspunkt sorgte Stronati, der nach einer Suttner-Flanke am langen Eck goldrichtig stand (86.). Damit haben mit dem Tschechen und Holzhauser gleich zwei Spieler bei ihrer Heimpremiere in Favoriten getroffen. Im dritten direkten Saisonduell gab es also erstmals einen Sieger nach dem 0:0 und 1:1 im Herbst.

Der Start von Sturm Graz ins Frühjahr der Fußball-Bundesliga verlief indes am Samstag beim 3:3 gegen Schlusslicht Wr. Neustadt enttäuschend. Zwar musste die Foda-Elf angesichts des 0:2-Rückstands zur Pause noch froh über den Punkt sein, der späte Ausgleich der Gäste brachte nach einer echten Aufholjagd aber schließlich doch einen Rückschlag im Kampf um einen Platz in der Champions-League-Quali.

Mann des Abends war Wr. Neustadts schwedischer Neo-Stürmer Philip Hellquist, der mit einem Doppelpack (7., 36.) den Abgang von Stefan Maierhofer vergessen machte. Sturms Aufholjgad wurde durch Rückkehrer Roman Kienast (50.) eingeleitet. Michael Madl (58.) und Martin Ehrenreich (82.) ließen die Grazer zwischenzeitlich an drei Punkte denken, Dominik Hofbauers erster Bundesligatreffer zerstörte diesen Traum aber in der 89. Minute.

Sturm, das zwar dominierte und letztlich vor allem für defensive Schnitzer bestraft wurde, liegt nach wie vor auf Platz fünf, ist nun aber bei einem Spiel weniger punktegleich mit Verfolger Austria. Neustadt bleibt zwar die Rote Laterne erhalten, bis zum Sonntag kam man aber der Admira zumindest bis auf zwei Zähler nahe.

Während in Grödig Spiele abgesagt werden mussten, durften die Fans vor Anpfiff erst den Rasensprenger in Aktion bestaunen, wenig später das überraschende 1:0 für die Gäste. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schloss der SCWN den Konter mit einer Dobras-Flanke und Hellquists Kopfball ab und hätte kurz danach fast auf 2:0 erhöht: Dobras lupfte nach einen neuerlichen Ballgewinn im Mittelfeld das Spielgerät aber nicht nur über Gratzei, sondern auch am Tor vorbei (10.).

Auf der Gegenseite verhinderte Vollnhofer per Fußabwehr gegen Schick den Ausgleich (12.), die Hausherren rissen das Spiel nun an sich und dokumentierten dies mit 78 Prozent Ballbesitz bis zur Pause. Ein Treffer blieb Sturm aber vorerst versagt. Edomwonyi schoss den Ball nach schöner Körpertäuschung und aus wenigen Metern weit über das Tor (19.), Vollnhofer musste in der Folge bei einem Weitschuss Offenbachers (21.) eingreifen und durfte sich bei einem Stankovic-Schuss bei der Latte bedanken (23.).

Wie aus dem Nichts bauten die Niederösterreicher dank Hellquist, der im Konter den behäbigen Spendlhofer stehen ließ und mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck abschloss, die Führung aber auf 2:0 aus. Wieder war dem Treffer ein vermeidbarer Ballverlust im Mittelfeld vorausgegangen. Foda setzte sofort ein Zeichen, holte Mittelfeldmann Offenbacher in der 39. Minute vom Feld und verhalf Rückkehrer Kienast zum ersten Einsatz für die Blackys seit 14. Dezember 2011.

Der Wiener brach nach der Pause auch den Bann, ließ erst O’Brien am Sechzehner stehen und läutete mit dem Anschlusstreffer die Aufholjagd ein. Vorerst rettete Vollnhofer mit einer Glanzparade noch gegen Stankovic (52.), Madls präziser Kofpball aus schrägem Winkel segelte aber über den Gästeschlussmann hinweg zum 2:2 ins Tor (58.). Sturm hatte das Heft weiterhin in der Hand und durfte dank Ehrenreich noch jubeln: Der Außenverteidiger konnte nach Pass der kurz zuvor eingewechselten Schalke-Leihgabe Avdijaj ruhig einschießen.

Vor dem finalen Schock bewahrte das die Gastgeber aber nicht: Hofbauer nutzte eine missglückte Kopfballabwehr und sorgte mit einem Halbvolley aufs lange Eck für das 3:3 (89.). Bereits in der Nachspielzeit vergab Avdijaj dann per Kopf den Matchball.



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