13. Juli 2012 13:08; Akt.: 13.07.2012 13:08

Autobahn-Toiletten bleiben “rund um die Uhr gratis”

Autobahn-Toiletten sollen unentgeltlich bleiben in Österreich. Autobahn-Toiletten sollen unentgeltlich bleiben in Österreich. - © Bilderbox/Sujet
“Es gibt keine Verhandlungen” – mit diesen klaren Worten kommentierte Asfinag-Sprecher Christian Spitaler einen Bericht von ORF-Radio Ö3 vom Freitag. Darin hieß es, dass der Fachverband der Mineralölindustrie Gespräche mit dem Autobahnbetreiber bezüglich eines WC-Gebührensystems ähnlich wie in Deutschland führen würde.

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Dergleichen konnte von Spitaler nicht bestätigt werden. Die Asfinag gibt den Pächtern stattdessen eine Frist von einem Monat und kündigt nach Ablauf weitere rechtliche Schritte an, sollte man weiterhin am System der 50-Cent-Spende festhalten.

“Der Verband hat uns seine Vorstellungen übermittelt, und diese sind weit von den Wünschen unseren Kunden und der Asfinag entfernt”, stellte Spitaler die Haltung zum Gutschein-System klar. Er wies auch darauf hin, dass eine einheitliche Linie des Fachverbands fehlen würde. In einem Musterprozess verklagte die Asfinag zwei Eni-Tankstellenbetreiber, wobei das Urteil ergab, dass die Benützung der Tankstellen-Toiletten auf der Autobahn gratis sein müsse.

Saubere Toiletten auch Kostenbelastung

Spitaler betonte in diesem Zusammenhang, dass es keinen Unterschied machen würde, auf Personal zu verzichten und stattdessen zur Schale fürs Kleingeld ein Schild mit der Spenden-Aufforderung aufzustellen, wie dies einige Pächter inzwischen praktizieren würden: “Das ist kein Schlupfloch.” Der Standpunkt des Autobahnbetreibers lautet weiterhin dahingehend, dass der Zugang zu den WCs “rund um die Uhr gratis” zu sein hat.

In einer Aussendung des Fachverbands wurde hingegen mit Hinweis auf die hygienische Standards darauf hingewiesen, dass saubere Toiletten mit den bestehenden hohen Auflagen zu einer immer größer werdenden Kostenbelastung für die Unternehmen werden würde. Gespräche mit der Asfinag werden seitens des Fachverbands angestrebt, um “eine branchenübergreifende Regelung” zu erreichen.

(APA)



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