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Bahrtalo!

Bahrtalo!
Zwei osteuropäische G’schichtldrucker auf Weltreise: Das semidokumentarische Werk begleitet Lali und Lori auf ihrem Wegen von Osteuropa nach Wien und Kairo. Alle Spielzeiten auf einen Blick

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Lali und Lori erobern das neue Europa – oder zumindest versuchen sie es: Die beiden G’schichtldrucker und Geschäftemacher aus dem transsilvanischen Raum – der eine nennt sich selbst Zigeuner, der andere ist Ungar – machen sich in Robert Lakatos’ semidokumentarischer Komödie nach Wien und schließlich sogar nach Kairo auf, um Geld zu verdienen. Und dieses zu verjubeln. Und das überhaupt nicht zu bedauern. Premiere des von der Wiener Nikolaus-Geyrhalter-Film koproduzierten Werks ist am Freitag (12. August) im Wiener Top-Kino unter Anwesenheit des Regisseurs.

Die beiden Freunde Lali und Lori genießen das Leben – auch ohne Geld, dem sie zugleich immer wieder hinterherlaufen. Ihr Talent liegt im ewigen Verhandeln, dem permanenten Geschäftemachen, dem G’schichtldrucken. “Bahrtalo!” (“Viel Glück!” in der Sprache der Gabor-Roma) folgt seinen beiden Protagonisten auf ihren (Ab)wegen mit tragikkomischen Elementen, zeigt das Leben zweier moderner Nomaden.

Zunächst brechen die beiden mit einem alten Lieferwagen nach Wien auf und dieser ihnen vor der Votivkirche zusammen. Ungeachtet dessen schlagen sich die beiden zum Mistflohmarkt der Müllabfuhr in Stadlau durch. Sie erstehen einen alten Heimtrainer sowie ein rosa Stofftier, das von Lori als Schwein identifiziert wird, wohingegen Lali darauf beharrt, es handle sich um einen rosa Panda.

In einem weiteren Geschichtenstrang macht sich Lali auf Geheiß von Lori mit einem billig erstandenen Schäferhundwelpen nach Ägypten auf, wo sich der Freund mittlerweile als Reiseführer verdingt und geklaute Kiesel aus dem Tal der Könige für einen Euro an seine Mitreisenden verkauft. Auch hier mühen sich die beiden Männer nach Kräften, an das schnelle Geld zu kommen und etwa ägyptischen Tand in Pferdemist einzulegen, um ihn schneller altern zu lassen. Schaut bei den Aktionen mal ein Gewinn heraus, ist dieser dank Tänzerinnen, Alkohol und Spielautomaten jedoch schnell wieder perdu.

Robert Lakatos hat mit seinem Drehbuch die Rahmenbedingungen für den Film geschaffen, sich dann aber auf das Mitfilmen der realen Alltagssituationen beschränkt. Entsprechend fragmentarisch gestaltet sich das Werk bisweilen. Dabei liegt der Grundstock für die aktuelle Doku schon länger zurück: Ihren ersten Auftritt hatten Lali und Lori bereits 2004 im europaübergreifenden Episodenfilm “Across The Border – Fünf Ansichten von Nachbarn”. (APA)



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