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Belgische Polizei entdeckte Verstecke von Paris-Attentätern

Ein Haus in Charleroi wurde als Versteck identifiziert Ein Haus in Charleroi wurde als Versteck identifiziert
Belgiens Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch neue Ermittlungsergebnisse zu den Pariser Anschlägen mit 130 Todesopfern bekanntgemacht. Dazu gehört die Erkenntnis, dass die Unterschlupfe unter falschen Namen und stets in bar angemietet worden waren.

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Die Fahnder hatten demnach bereits Ende 2015 zwei Wohnungen und ein Haus in Brüssel und der Wallonie durchsucht und waren dabei auf Sprengstoff und die Spuren mehrerer Attentäter gestoßen. “Drei konspirative Unterkünfte, die von den Tätern der Anschläge vom 13. November 2015 genutzt wurden, sind von den Ermittlern gefunden worden”, erklärte die Behörde. Die Razzien fanden Ende November und Anfang Dezember in den südbelgischen Städten Charleroi und Auvelais sowie im Brüsseler Viertel Schaerbeek statt, wie die Generalstaatsanwaltschaft weiter mitteilte.

Die Behörde hatte bereits vergangene Woche erklärt, dass eine Wohnung in Schaerbeek als mögliche Werkstatt für Bombenbauer gedient haben könnte. Bis dahin hatte in der belgischen Hauptstadt der Problembezirk Molenbeek im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden, wo mehrere Attentäter von Paris zeitweilig gelebt hatten.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte nun, dass in der Schaerbeeker Wohnung außer Sprengstoffspuren und -gürteln auch Fingerabdrücke des Verdächtigen Salah Abdeslam und DNA-Spuren des Selbstmordattentäters Bilal Hadfi entdeckt wurden. Abdeslam, ein in Molenbeek aufgewachsener Franzose, ist seit den Anschlägen vom 13. November auf der Flucht.

In Charleroi stellten die Fahnder Fingerabdrücke von Hadfi sowie von Abdelhamid Abaaoud fest. Abaaoud gilt als Drahtzieher der Pariser Anschläge. Er wurde bei einem Polizeieinsatz wenige Tage danach nördlich von Paris erschossen.

Bei den Anschlägen auf eine Konzerthalle, Restaurants und vor dem Fußballstadion Stade de France waren 130 Menschen getötet worden. Die meisten Attentäter sprengten sich in die Luft. Zu den Anschlägen bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Alle drei nun öffentlich gemachten Unterschlupfe in Belgien waren laut Staatsanwaltschaft im September und Oktober für jeweils ein Jahr angemietet worden. Die Mieter benutzten demnach stets falsche Identitäten. In Auvelais soll der Name Soufiane Kayal angegeben worden sein. Diese Identität sei auch von einem Mann benutzt worden, den der flüchtige Abdeslam im September 2015 in Budapest abgeholt habe, führte die belgische Behörde aus.

Anders als in Schaerbeek fand die Polizei in Charleroi und Auvelais keine Sprengstoffe; Waffen wurden an keinem der drei Orte entdeckt. Allerdings wurde laut Staatsanwaltschaft festgestellt, dass ein Kleinwagen der Marke Seat, der bei den Attentaten eingesetzt worden sein soll, in unmittelbarer Nähe der Wohnung in Charleroi und des Hauses in Auvelais gefahren sein muss.

Die Entdeckung der Verstecke und möglichen Bombenwerkstatt in Belgien stützt die These, dass die Anschläge in Frankreichs nördlichem Nachbarland vorbereitet wurden. Belgiens Behörden stehen unter Druck, weil ihnen immer wieder mangelnde Fahndungsergebnisse vorgeworfen wurden.



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