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Berüchtigter Ku-Klux-Klan-Anführer in Gefängnis gestorben

Edgar Ray Killen war bekennder Rassist Edgar Ray Killen war bekennder Rassist - © APA (AFP/Archiv)
Einer der berüchtigtsten Anführer des Ku-Klux-Klans ist in einem US-Gefängnis gestorben. Edgar Ray Killen, der wegen der rassistischen Morde an drei jungen Bürgerrechtlern im Jahr 1964 in Haft saß, verstarb am Donnerstagabend im Alter von 92 Jahren, wie die Strafverfolgungsbehörde des US-Bundesstaats Mississippi am Freitag mitteilte.

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Der bekennende Rassist Killen war 2005 als Drahtzieher der Morde an den drei Bürgerrechtlern James Chaney, Andrew Goodman und Michael Schwerner zu 60 Jahren Haft verurteilt worden. Die drei jungen Männer, ein Afroamerikaner und zwei Weiße, waren im Juni 1964 für eine Kampagne zur Registrierung schwarzer Wähler in Mississippi unterwegs, als sie in das Visier des Ku-Klux-Klans gerieten.

Zunächst waren die drei Männer von der vom Ku-Klux-Klan unterwanderten örtlichen Polizei unter einem Vorwand festgenommen und dann wieder freigelassen worden. Der Polizist benachrichtigte den Klan, der die drei Aktivisten daraufhin in einem Hinterhalt ermordete. Killen dirigierte den Angriff.

Sechs Wochen später entdeckten Beamte der US-Bundespolizei FBI die drei Leichen unter einem Erddamm auf einer Farm. Die Männer waren aus nächster Nähe erschossen worden. Die Leiche Chaneys, des einzigen Afroamerikaners, wies Spuren schwerer Misshandlungen auf.

Es folgte eine Serie von Festnahmen. Drei Jahre nach der Bluttat wurden sieben Klan-Mitglieder verurteilt, allerdings nur wegen Verabredung zu einer Straftat. Keiner von ihnen saß länger als sechs Jahre in Haft. Killen kam ungeschoren davon, weil sich die ausschließlich weißen Geschworenen nicht auf einen Schuldspruch einigen konnten.

Danach lebte der Laienprediger und Sägewerksbetreiber jahrzehntelang unbehelligt auf seiner Farm. Erst nach einer massiven Kampagne von Bürgerrechtlern wurde der Prozess gegen ihn neu aufgerollt. Im Juni 2005 wurde er wegen dreifachen Totschlags zu 60 Jahren Haft verurteilt.

Der Fall rüttelte damals die Öffentlichkeit wach. Er half, die Verabschiedung des Civil Rights Act auf den Weg zu bringen. Das Bürgerrechtsgesetz erklärte unter anderem die Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen für illegal.

Die Ursache und die Umstände von Killens Tod sollen nun durch eine Autopsie geklärt werden, wie die Strafverfolgungsbehörde von Mississippi mitteilte. Sie geht aber von einem natürlichen Tod aus. Die Bluttat wurde durch den Film “Mississippi Burning” von 1988 weltweit in Erinnerung gerufen.

(APA/Ag.)



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