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Bewaffneter griff Mühlviertler Bürgermeister an

Der Amtsleiter "verhinderte Schlimmeres" Der Amtsleiter "verhinderte Schlimmeres" - © APA
Ein 40-jähriger Niederösterreicher soll am Mittwoch einen oberösterreichischen Bürgermeister mit einem Pfefferspray attackiert und ihm eine Pistole an die Brust gesetzt haben. Dem Amtsleiter, der seinem Chef zu Hilfe kam, soll er einen Messerstich in den Arm versetzt haben. Der mutmaßliche Täter hat sich später selbst gestellt, sein Motiv dürfte im privaten Bereich zu suchen sein.

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Gegen 10.15 Uhr habe ein Mann das Gemeindeamt von Dimbach im Bezirk Perg betreten, sei zum Bürgermeister gegangen und habe zu ihm gesagt: “Du bist schuld, Du hast mich ruiniert”, schilderte Polizei-Sprecher David Furtner der APA das Geschehen. Dann habe er den Ortschef mit einem Gas – vermutlich einem Pfefferspray – angesprüht. Das Opfer flüchtete in einen Kopierraum, der Täter folgte ihm und es sei zu einem Kampf gekommen.

Der Amtsleiter hörte den Lärm und eilte seinem Chef zu Hilfe. Es gelang ihm, die Männer zu trennen. Laut Furtner habe der Amtsleiter gesehen, dass der Täter dem Bürgermeister eine Pistole auf die Brust gesetzt habe, der Ortschef selbst will auch ein Klicken gehört haben. Ob die Waffe nicht losgegangen ist oder nicht echt war, sei unklar. Jedenfalls habe der oberste Gemeindebedienstete “sicherlich Schlimmeres verhindert”, so der Polizei-Sprecher.

Nachdem er den Angreifer vom Bürgermeister weggezogen hatte, wurde der Amtsleiter von dem Mann selbst attackiert und mit einem Messer am Unterarm verletzt. Er erlitt eine – nicht lebensgefährliche – Stichwunde. Der Bürgermeister benötigte laut Polizei nach dem Vorfall psychologische Betreuung. Er und eine weitere Mitarbeiterin der Gemeinde wurden zudem durch Reizgas in Mitleidenschaft gezogen.

Der Täter flüchtete nach der Messerattacke auf den Amtsleiter zu Fuß. Eine knappe Stunde später stellte er sich in Niederösterreich der Polizei. Er wurde festgenommen und am Nachmittag vom Landeskriminalamt Oberösterreich einvernommen. Zum Motiv war vorerst nichts bekannt. Laut Furtner dürften sich der 40-Jährige und der Bürgermeister seit Jahrzehnten flüchtig kennen. Die Amtsgeschäfte des Ortschefs hätten mit dem Angriff jedenfalls nichts zu tun. Der Verdächtige sei österreichischer Staatsbürger und lebe in Niederösterreich, nicht in der gut 1.000 Einwohner zählenden Gemeinde Dimbach.

In Österreich gab es in den vergangenen Jahren einige Fälle, in denen Bürgermeister bedroht oder körperlich Opfer von Angriffen wurden. Der bekannteste Vorfall war ein Giftattentat im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich auf den Spitzer Bürgermeister Hannes Hirtzberger, der im Februar 2008 eine vergiftete Praline aß und seither ein Pflegefall ist. Auch im Jahr 2008 bekam der ehemalige Bürgermeister von Weißkirchen (Bezirk Wels-Land) in Oberösterreich, Rudolf Prinz, ein mit Buttersäure gefülltes Paket und wurde beim Öffnen leicht verletzt.

Weiter zurück liegt das Attentat auf den 2008 verstorbenen Wiener Bürgermeister Helmut Zilk. Er wurde im Dezember 1993 ein Opfer der ersten Briefbombenserie. Bei der Explosion wurde seine linke Hand schwer getroffen.

(APA)



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