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Bis zu 26.000 Vermisste in Mexiko seit 2006

Militär und Polizei weitgehend machtlos Militär und Polizei weitgehend machtlos
In den letzten sechs Jahren sind in Mexiko bis zu 26.000 Menschen verschwunden. Eine entsprechende Vermisstenliste stellte die Regierung erstmals am Dienstag vor. Allerdings wird darin nicht differenziert, ob es sich bei den Vermissten um Opfer der mächtigen Drogenkartelle, illegale Migranten oder anderweitig Verschwundene handelt.


In über 5.000 der insgesamt 26.121 Fälle müsse außerdem noch geklärt werden, ob es sich nicht um doppelte Einträge handle oder es sonstige Unstimmigkeiten gebe, erklärte die für Menschenrechte zuständige Staatssekretärin Lia Limon. Man werde nun Fall für Fall prüfen, um genau festzustellen, wie viele davon einen kriminellen Hintergrund haben.

Die Liste war im November von der damals scheidenden Regierung des Präsidenten Felipe Calderon an dessen Nachfolger Enrique Pena Nieto übergeben worden. Sie bezieht sich auf Calderons Amtszeit von 2006 bis 2012.

Calderon hatte den Kampf gegen die Drogenkartelle zu einem zentralen Punkt seiner Politik gemacht. Allerdings verschlechterte sich die Sicherheitslage in dieser Zeit weiter. Nach Schätzungen der neuen Regierung forderte der Drogenkrieg in Calderons Amtszeit etwa 70.000 Menschenleben.

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