25. Mai 2012 14:31; Akt.: 25.05.2012 14:31

Bluttat in Volksschule in St. Pölten: Geschockte Eltern, viele noch ahnungslose Kinder

Kinder nach Bluttat in St. Pölten unter Schock Kinder nach Bluttat in St. Pölten unter Schock - © APA
Nach dem Blutbad in einer Volksschule in St. Pölten, sind zahlreiche Kinder und Eltern geschockt und müssen von Psychologen betreut werden.

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Es ist später Freitag, dem 25. Mai 2012 im St. Pöltner Stadtteil Wagram, die Sonne scheint, Kinder strömen aus einer Volksschule und werden von ihren Eltern in Empfang genommen.Was gewöhnlich klingt, ist es nicht – denn die Kleinen werden nach Hause geschickt, weil in der Früh ein achtjähriger Bub in ihrem Schulgebäude von seinem Vater niedergeschossen wurde und sich in Lebensgefahr befindet. Ein Umstand, der vielen von ihnen aber noch verborgen geblieben sein dürfte.

Schock nach Bluttat in Volksschule in St. Pölten

Verweinte und besorgte Gesichter haben hauptsächlich die Eltern, die ihren Nachwuchs sichtlich erleichtert in die Arme schließen. Die Kinder wundern sich nicht nur, weil früher Unterrichtsschluss ist, sondern auch wegen des Rummels vor dem Gebäude – Schaulustige, Kamerateams und Rettungsleute bevölkern den Gehsteig. “Warum müssen wir jetzt nach Hause gehen?”, fragen die Schüler – und winken noch unbekümmert in die Kamera: “Huhu, ich will auch ins Fernsehen!” “Das hab ich in der Garderobe, aber da dürfen wir nicht rein”, beklagt sich ein kleines Mädchen bei einem Elternteil. Den meisten muss wohl erst behutsam erklärt werden, was passiert ist, wenige haben versteinerte Mienen oder weinen.

Vor der dem Gebäude stehen Angehörige, schauen betroffen und spenden sich gegenseitig Trost. Der angeschossene Bub sei sein Enkel, berichtet der kopfschüttelnde Großvater, auch dessen siebenjährige Schwester besuche diese Schule. Ihr gehe es aber gut, versichert ein anderer Mann. Das Mädchen sei mit einer Verwandten nach Hause gefahren. Den Hintergrund für die Tat kann – oder will – man aber nicht erklären. “Er (der Täter, Anm.) ist erst Anfang der Woche von der Wohnung weggewiesen worden”, weiß der Großvater nur. Er habe mit seinem Schwiegersohn und der restlichen Familie aber kaum Kontakt gehabt. Auch andere Verwandte wirken ahnungslos. Von den Problemen hätten sie kaum etwas gewusst, heißt es.

(Red./APA)



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