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Bordell-Pläne in Hohenems: Stadtrat zeigt sich gespalten

Bald käufliche Liebe in Hohenems? Bald käufliche Liebe in Hohenems? - © VN, Bilderbox
In Hohenems könnte schon bald das erste legale Bordell im Ländle seinen Betrieb aufnehmen. VOL.at hat sich in Hohenems umgehört, was die Stadtvertretung sowie die Bevölkerung von den Plänen halten.

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Der Bludenzer Geschäftsmann und Gastronom Hermann Hahn hat bereits am 29. November seine Pläne dem Hohenemser Stadtrat vorgelegt. Über diese will die Stadtvertretung noch im Jänner abstimmen, sagte Bürgermeister Richard Amann (V) auf APA-Nachfrage. Das neue Bordell will der Bludenzer Hahn in der Nähe des Hohenemser Flughafens errichten. Geplant ist ein Neubau mit 21 Zimmern und einem Gastronomiebereich, in denen 20 bis 25 Frauen als eigenständige Unternehmerinnen ihre Dienste als Prostituierte anbieten sollen. Die erzielten Einnahmen sollen nach einem bestimmten Schlüssel zwischen den Prostituierten und den Bordell-Betreibern aufgeteilt werden. Der Standort Hohenems ist für den Geschäftsmann vor allem wegen seiner Nähe zur Schweiz interessant.

Bernhard Amann: “Bordell längst überfällig”

Im Hohenemser Stadtrat ist die Haltung zum Projekt indes durchwachsen. “Es gab nach der Vorstellung des Projekts eine kurze Diskussion, die noch weit von einem Beschluss entfernt war”, sagte Bürgermeister Richard Amann der APA. Noch im Jänner will man aber im Stadtrat über das geplante Bordell-Projekt abstimmen. “Jetzt müssen die Fraktionen erst einmal intern das Thema diskutieren”, so Amann. Bernhard Amann von den “Emsigen” stellt klar: “Ein Bordell in Vorarlberg ist längst überfällig”.

Polizei steht Projekt distanziert gegenüber

Der Vorarlberger Landespolizeikommandant Siegbert Denz kommentierte das Bordell-Projekt in Hohenems gegenüber der APA mit den Worten: “Das Thema ist in Vorarlberg ja nicht neu.” Dennoch sei der Betrieb eines legalen Bordells in Vorarlberg nicht der “notwendige Weg”, die Vorarlberger Polizei stehe dem Projekt in Hohenems jedenfalls distanziert gegenüber. “Mit offiziellen Etablissements wird die illegale Wohnungs- und Straßenprostitution nicht verschwinden”, betonte Denz. Außerdem habe eine derartige Einrichtung immer andere kriminelle Begleiterscheinungen. Als Ursachen nannte er etwa ein Konkurrenzdenken anderer in diesem Bereich tätiger Personen.

Laut Sittenpolizeigesetz Vorarlberg von 1976 liegt die Genehmigungspflicht für ein Bordell bei der Kommune. In Vorarlberg stand ein Bordell zum letzten Mal 2003 in der Bodensee-Gemeinde Hard zur Diskussion. Das Projekt wurde damals aber abgelehnt, nachdem der Widerstand innerhalb der Bevölkerung immer stärker geworden war.

Video: Interview mit Bernhard Amann

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