Akt.:

BP-Chef Hayward vor Rücktritt

BP-Chef Hayward vor Rücktritt
Die Tage von Tony Hayward als Chef von BP sind gezählt. Noch am Montagabend sollte nach Angaben aus Kreisen bei einem Treffen des Direktoriums in London der Abgang des wegen der Ölpest im Golf von Mexiko stark in die Kritik geratenen Managers besiegelt werden. Der amerikanische BP-Manager Bob Dudley gilt als Favorit für die Nachfolge – er wäre der erste nicht-britische Chef des Ölmultis.

 (1 Kommentar)

Korrektur melden

BP betonte, eine abschließende Entscheidung in der Sache sei noch nicht getroffen. Allerdings hat sich der Konzern vom bisherigen Wortlaut verabschiedet, wonach Hayward “das volle Vertrauen von BP” hat. BP wolle zu Spekulationen in Medien über Veränderungen im Management keine Stellung nehmen, hieß es nach diversen Presseberichten vom Wochenende über einen Rücktritt Haywards.

Wie Reuters aus den Kreisen weiter erfuhr, wollte das Board am Vorabend der Vorlage des jüngsten Quartalsberichts den Rücktritt von Hayward diskutieren. Die Geschäftszahlen dürften wegen der Milliarden-Kosten im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko schlecht ausfallen. Experten der Barclays Bank rechnen mit einem Verlust für das zweite Quartal von bis zu 13 Mrd. Dollar (10,1 Mrd. Euro); für die Rückstellungen im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe hat BP demnach bis zu 25 Mrd. Dollar veranschlagt. Bisher war man von einem Anstieg des Gewinns von mehr als zwei Dritteln auf vergleichbarer Basis ausgegangen.

BP selbst hatte die Kosten zuletzt auf wenige Milliarden Dollar beziffert. Allerdings hat die schlimmste Umweltkatastrophe in den USA den Börsenwert von BP zeitweise um bis zu 100 Mrd. Dollar geschmälert. Bis Mittag kletterten BP-Aktien angesichts der Berichte um 2,5 Prozent. Seit dem Untergang der Plattform “Deepwater Horizon” im April hat das Unternehmen rund 40 Prozent seines Börsenwertes eingebüßt.

Der 53-jährige Hayward steht sei längerem wegen des Umgangs des Ölmultis mit der Ölkatastrophe in der Kritik. Vor allem Äußerungen just nach dem Unglück, er wolle “sein Leben zurück”, hatten für Unmut gesorgt. Presseberichten zufolge soll ihm sein Rücktritt mit mindestens 14,1 Mio. Euro versüßt werden. Den geltenden Verträgen zufolge könnte Hayward ein Jahresgehalt von rund einer Million Pfund erhalten. Zudem würde er seine Pensionsansprüche behalten.

Mit dem gebürtigen New Yorker Dudley würde BP erstmals von einem Amerikaner geführt. Der 54-Jährige wuchs in Mississippi auf. Er leitet derzeit die Aufräumarbeiten von BP in der Ölkrise. Bekannt wurde er vor allem als Chef des BP-Gemeinschaftsunternehmens in Russland, TNK-BP. Ein Streit zwischen BP und Miteigentümern – russischen Oligarchen – zwang ihn zur Flucht aus dem Land. Beobachter hoffen, dass Dudley als Amerikaner die Wogen in dem Streit auch mit der Regierung in Washington glätten kann.

Unterdessen konnten die Arbeiten am Bohrloch wegen des besseren Wetters nach dem Durchzug eines Tropensturms wieder aufgenommen werden. Seit 15. Juli fließt dank eines provisorischen Verschlusses des Lecks kein Öl mehr ins offene Meer. Eine abschließende Lösung will BP durch Entlastungsbohrungen erreichen.



Kommentare 1

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

HTML-Version von diesem Artikel
Mehr auf austria.com
2.500 Air-Berlin-Beschäftigte erhalten ihre Kündigungen
Etwa 2.500 Piloten und Boden-Beschäftigte der insolventen Air Berlin erhalten seit Donnerstag ihre Kündigungen. Mit [...] mehr »
AMS-Chef Kopf hält Jobbonus für “nicht mehr notwendig”
Angesichts der gut laufenden Wirtschaft spricht sich AMS-Chef Johannes Kopf dafür aus, den Beschäftigungsbonus zu [...] mehr »
TÜV-Bericht ortet dramatische Lage bei Berliner Flughafen
Die Lage auf der Baustelle des deutschen Hauptstadtflughafens BER ist offenbar so dramatisch, dass eine Eröffnung des [...] mehr »
Dichtes Öffi-Netz verringert laut VCÖ Mobilitätskosten
Die Haushaltsausgaben für Mobilität sind in Österreich mit durchschnittlich rund 5.100 Euro pro Jahr um 720 Euro [...] mehr »
Arbeitskräfteangebot in Österreich schlecht verteilt
Die Verteilung des Arbeitskräfteangebotes zwischen den Bundesländern hat sich in den vergangenen fünf Jahren deutlich [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Jennifer Lawrence ist wieder Single

“Anna Fucking Molnar”-Event mit Nina Proll im Village Cinema Wien Mitte

Pamela Anderson kommt nach Vorarlberg

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung