Akt.:

Bundesnetzagentur nimmt sprechende Spielzeugpuppe vom Markt

Ein Vorgehen gegen die Eltern sei im Zusammenhang mit dem Betrieb von "Cayla" aktuell nicht vorgesehen, erklärte die Behörde. Ein Vorgehen gegen die Eltern sei im Zusammenhang mit dem Betrieb von "Cayla" aktuell nicht vorgesehen, erklärte die Behörde. - © Youtube/Screenshot
Die Kehrseite der neuen Welt des vernetzten Spielzeugs ruft eine Behörde auf den Plan: Die Bundesnetzagentur stuft eine sprechende Puppe als potenzielles Spionagegerät ein und nimmt sie vom Markt. Weitere Fälle könnten folgen.

Korrektur melden

Die Bundesnetzagentur hat in einem ungewöhnlichen Schritt eine sprechende Puppe wegen Überwachungsgefahr aus dem Handel genommen und will in Zukunft noch mehr Spielzeug auf den Prüfstand stellen. Die Behörde gehe “gegen unerlaubte funkfähige Sendeanlagen in Kinderspielzeug vor”, hieß es am Freitag. Betroffen ist erstmal die vernetzte Puppe “My Friend Cayla”, deren Sicherheit schon vor Monaten von Verbraucherschützern kritisiert worden war.

“Gegenstände, die sendefähige Kameras oder Mikrofone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten können, gefährden die Privatsphäre der Menschen. Das gilt auch und gerade für Kinderspielzeug”, erklärte der Präsident der Bundessnetzagentur Jochen Homann. Grundsätzlich sei jegliches Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet sei, in Deutschland verboten, betonte die Behörde. “Die Bundesnetzagentur wird noch mehr interaktives Spielzeug auf den Prüfstand stellen und wenn nötig dagegen vorgehen.”

Ein Vorgehen gegen die Eltern sei im Zusammenhang mit dem Betrieb von “Cayla” aktuell nicht vorgesehen, erklärte die Behörde, die den Telekommunikationsmarkt überwacht. “Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Eltern eigenverantwortlich die Puppe unschädlich machen. Die Einleitung von Verwaltungsverfahren gegen die Eltern ist derzeit nicht geplant.”

Europäische Verbraucherschützer hatten bereits im November nach einer ausführlichen Untersuchung unter anderem davor gewarnt, dass sich wegen Sicherheitslücken Fremde mit etwas technischem Wissen über die Puppe mit den Kindern unterhalten könnten. Der amerikanische “Cayla”-Entwickler Genesis, der die 2015 erschienene Puppe nach eigenen Angaben bereits bis Anfang vergangenen Jahres eine Million Mal verkauft hatte, war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Bergung der Unglücksfähre “Sewol” macht Fortschritte
Knapp drei Jahre nach dem "Sewol"-Fährunglück vor Südkorea mit mehr als 300 Toten haben Spezialisten bei der Bergung [...] mehr »
Bergung der Fähre “Sewol” in Südkorea macht Fortschritte
Knapp drei Jahre nach dem "Sewol"-Fährunglück vor Südkorea mit mehr als 300 Toten haben Spezialisten bei der Bergung [...] mehr »
Germanwings-Absturz: 500 Angehörige gedachten in Frankreich
Zwei Jahre nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine mit 150 Menschen an Bord ist in den französischen Alpen der [...] mehr »
Erdbeben in Italien: Zwei Mrd. Euro für Wiederaufbau von EU
Die EU stellt insgesamt zwei Milliarden für den Wiederaufbau in den von schweren Erdbeben im August und Oktober [...] mehr »
6,8 Prozent der Erwachsenen in der EU fühlen sich depressiv
6,8 Prozent der Erwachsenen in der EU fühlen sich depressiv. Nach jüngsten Daten von Eurostat mit Vergleichszahlen aus [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Pop-Legende Elton John wird 70

Oberösterreicherin Julia muss “Germany’s Next Topmodel” verlassen

Two and a Half Men: Was wurde aus „Rose“?

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung