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Djokovic holte in Melbourne achten Major-Titel

Djokovic hatte wieder einmal den längeren Atem Djokovic hatte wieder einmal den längeren Atem
Fünf Finali, fünf Siege: Novak Djokovic kürte sich am Sonntag auch in seinem fünften Endspiel in der Rod-Laver-Arena von Melbourne zum Australian-Open-Champion. Nach einem in den ersten drei Sätzen hochklassigen Finale rang der 27-jährige Serbe den gleichaltrigen Schotten Andy Murray nach 3:39 Stunden mit 7:6(5),6:7(4),6:3,6:0 nieder. Murray verlor somit auch sein viertes Melbourne-Finale.

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In der Geschichte der Australian Open war nur Roy Emerson, der auch den Siegespokal überreichte, mit sechs Siegen besser. Doch das war bis inklusive 1967 und damit vor Beginn der Ära des Profitennis ein Jahr später. Djokovic durfte sich nicht nur über seinen insgesamt achten Grand-Slam-Titel freuen. Es war auch sein erster als Vater. Seit Oktober sind er und seine Frau Jelena Ristic Eltern von Sohn Stefan.

Ein Fakt, der auch bei der Siegesrede des frisch gebackenen Champions eine Rolle spielte. “Ich möchte Andy für sein tolles Turnier gratulieren, du hast toll gefightet. Am meisten gratuliere ich dir und Kim zur Verlobung. Ich wünsche euch eine schöne Hochzeit und viele Kinder”, sagte Djokovic, der sich für diese private Aussage fast entschuldigte. “Es ist alles etwas anders für mich, seit ich Vater bin”, erklärte er.

Ehe Djokovic den Siegesscheck von 2,19 Mio. Euro, der sein Karriere-Preisgeld schon auf beinahe 75 Millionen US-Dollar schraubte, einstreifen durfte, hatte der Weltranglisten-Erste aber Schwerstarbeit zu leisten. Murray forderte den Schützling von Boris Becker, der die Siegerehrung gerührt verfolgte, und das Ergebnis waren gut drei Sätze großartiges Tennis. Allein die ersten beiden Sätze dauerten 2:32 Stunden und viele stellten sich bereits auf ein besonders langes Duell ein.

Obwohl Murray im dritten Satz mit 2:0 in Führung ging, ließ plötzlich sein Level doch beträchtlich nach und er sollte im gesamten restlichen Match überhaupt nur noch ein Game machen. Dabei hatte Djokovic davor schon angeschlagen gewirkt. Am Ende blieb dem nunmehr wieder Weltranglisten-Vierten auch im vierten Final-Anlauf nach 2010, 2011 und 2013 der erste Titel bei den Australian Open versagt.

Welch Mega-Event dieses Turnier ist, zeigen einmal mehr die Zuschauerzahlen vor Ort: In den 14 Tagen kamen 703.899 Fans (!) auf die Anlage, was einen neuerlichen Rekord bedeutet. “Unglaublich. Das ist einer der größten Sportevents auf der Welt – ich bin sehr privilegiert, dass ich hier dabei sein darf”, dankte Djokovic den Zuschauern. Bereits im Halbfinale hatte sich Djokovic für die Viertelfinal-Niederlage im Vorjahr gegen den späteren Sieger Stan Wawrinka (SUI) revanchiert und auch da den entscheidenden (fünften) Satz mit 6:0 gewonnen. Gegen Murray gelang ihm das gleiche Kunststück im vierten Satz.

“Ich möchte Novak gratulieren, ein unglaublicher Rekord, du hast es wirklich verdient”, erklärte Murray, der die Australian Open als “mein konstantestes Major-Turnier” bezeichnete, auch wenn er es noch nicht gewonnen hat. Und seiner Trainerin Amelie Mauresmo versprach er: “Wir haben viel harte Arbeit 2014 reingesteckt. Ich konnte es heute nicht schaffen, aber ich werde weiter arbeiten und es nächstes Jahr wieder versuchen.”



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