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Dragovic fühlt sich für Topclub bereit

Meistertitel mit Kiew ist noch ein großes Ziel Meistertitel mit Kiew ist noch ein großes Ziel
Aleksandar Dragovic muss sich zumindest noch ein halbes Jahr gedulden. Der österreichische Fußball-Nationalspieler wurde in den vergangenen Wochen mit renommierten Clubs wie sogar Manchester United in Verbindung gebracht. Seinen Traum von einem Wechsel zu einer europäischen Topadresse hat der Verteidiger von Dynamo Kiew aber auch nach Ende der Wintertransferzeit noch lange nicht aufgegeben.

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“Man hat im letzten halben Jahr an den Leistungen gesehen, dass ich mich bereit fühle”, sagte Dragovic am Dienstag nach Transferschluss im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur. “Irgendwann kommt hoffentlich der Schritt.” Von den Gerüchten fühle er sich zwar geschmeichelt. “Ich bin aber ein Mensch, der sagt, dass Fakten zählen. Solange nichts unterschriftsreif auf dem Tisch ist, bringen alle Gedanken nichts.”

Die vergangenen Wochen seien dennoch keine einfache Phase gewesen. “Es war sehr, sehr schwierig für den Kopf, wenn man das alles mitbekommt. Man wird die Gerüchteküche nie ganz abschalten können.” Auch wenn Dragovic seine Manager angewiesen hat, ihn erst bei sehr konkreten Angeboten zu informieren. “Ich will so wenig wie möglich hören. Ich will mich auf Fußball konzentrieren, auf meine Leistungen.”

Ein konkretes Karriereziel habe er sich nicht gesetzt, auch kein kurzfristiges. “Ich habe kein Ziel, wo ich in einem Jahr sein will. Wenn ich das dann nicht erreiche, bin ich umso enttäuschter”, begründete der 23-jährige Wiener. “Sicherlich träumt jeder Fußballer von einem Topclub. Ob ich das erreichen werde, weiß aber niemand, nur der liebe Gott. Das Wichtigste ist, dass ich gesund bleibe.”

Sein Vertrag bei Dynamo läuft bis Sommer 2018. “Ich fühle mich sehr, sehr wohl bei Kiew. Es ist jetzt nicht so, dass ich den Verein unbedingt verlassen will”, betonte Dragovic. Für einen Wechsel müsse das “Gesamtpaket” passen. “Du musst das Gefühl haben, dass sie dich wirklich wollen. Das ist das Wichtigste.” Wie viele Clubs ihm einfallen, für die er Dynamo sofort verlassen würde? ? Dragovic scherzhaft: “Es gibt nur einen, Real Madrid.”

Grundsätzlich gefalle ihm der spanische Spielstil. “Jede Mannschaft ist spielerisch stark. Das ist sicher der schönste, attraktivste Fußball zum Anschauen. Aber es ist egal”, versicherte Dragovic. “Ich bin jetzt nicht in der Lage, Mannschaften auszusuchen, zu denen ich gut passe.” Auch das Interesse von Manchester United habe ihn geehrt. “Das ist ein Weltclub, da braucht man nicht reden.”

Für einen Transfer zu einem Verein dieser Größenordnung müsse man auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. “Man muss ein bisschen Glück haben, aber das Glück kommt nicht von ungefähr”, meinte Dragovic. “Es gibt viele sehr gute Fußballer. Ich will mich in jedem einzelnen Detail verbessern.” Neben dem körperlichen Bereich arbeite er derzeit vor allem an seiner Torgefährlichkeit bei Standards.

Vor dem Europa-League-Sechzehntelfinale gegen EA Guingamp (19. und 26. Februar) wartet ein weiteres zweiwöchiges Trainingslager in Marbella. In der Liga liegt Kiew auf Platz eins. “Natürlich wollen wir dort bis Ende des Jahres bleiben”, erklärte Dragovic, der vor eineinhalb Jahren für kolportierte neun Millionen Euro vom FC Basel in die Ukraine gewechselt ist.

Seither sei er vor allem ruhiger geworden. “Das zweite Jahr läuft um einiges besser als das erste”, sagte der Innenverteidiger. Von seiner bisher besten Form wollte er dennoch nicht sprechen. “Auch in Basel habe ich eine sehr gute Phase gehabt”, erinnerte Dragovic, um dann auch noch sein Vorbild Cristiano Ronaldo zu zitieren: “Es ist nicht schwer, eine Saison gut zu spielen, sondern über einen längeren Zeitraum.”

Im Nationalteam ist er mit konstanten Leistungen bereits zum Führungsspieler gereift. Großes Ziel für 2015 ist die Qualifikation für die EM in Frankreich. “Das wird aber noch ein schwieriger Weg.” Seine erste Turnierteilnahme wäre auch für ihn selbst eine zusätzliche Chance, sich zu präsentieren. “Wir sind eine Mannschaft, da geht es nicht um einen Einzelnen”, betonte Dragovic. “Aber natürlich, jede Bühne hilft.”



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