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Drohnen für die österreichische Polizei immer relevanter

Polizei sieht Gefahr durch unbemannte Flugobjekte Polizei sieht Gefahr durch unbemannte Flugobjekte - © APA (dpa)
Allein 2016 sind in Österreich rund 40.000 unbemannte Luftfahrzeuge, also Drohnen, verkauft worden. Sie werden immer mehr Thema, auch für die heimische Polizei, bestätigte Cobra-Direktor Bernhard Treibenreif einen Bericht des “Kurier”.

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Die Polizei setzt sowohl auf eigenen Drohneneinsatz als auch auf die Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen.

“Die Entwicklung muss in diese Richtung gehen, es ist ein neues polizeiliches Spektrum”, sagte Treibenreif, der auch Direktor der Spezialeinheiten ist. Im Atlas-Verbund, der europäische Polizei-Spezialeinheiten vereint, gibt es seit zwei Jahren eine spezialisierte Arbeitsgruppe, die sich mit Drohnenabwehr beschäftigt, sagte Treibenreif. “Was wir machen, ist die Abwehr von nicht-militärischen unbemannten Flugobjekten”, betonte der Cobra-Chef. Von der heimischen Polizei werden eigene Drohnen für die Aufklärung “schon seit rund sechs Jahren eingesetzt”.

Drohnen sind bewilligungspflichtig

Seit 2014 sind in Österreich Drohnen, die mehr als 250 Gramm wiegen, bewilligungspflichtig. “Es ist aber ein Wildwuchs und wird immer mehr. Die meisten, die verwendet werden, fliegen illegal”, sagte Treibenreif. So gebe es mittlerweile bei jeder Großveranstaltung Drohnen, die herumfliegen. “Von ihnen geht eine Gefahr aus, sie können abstürzen, das ist polizeilich zu berücksichtigen.”

Wirklich gefährliche oder kriminelle Vorfälle hat es in Österreich laut Treibenreif noch keine gegeben. Jedoch wurden bereits “standardmäßige Abwehrmaßnahmen gesetzt”. “In einigen Fällen sind bei Großveranstaltungen Drohnen von uns weggelenkt worden”, erklärte der Cobra-Chef. Als Beispiel nannte er das Nova Rock im Burgenland. Von derartigen Flugobjekten sei jedoch “keine Gefährdung ausgegangen”, vielmehr habe es sich zumeist um Drohnen für Film- und Videoaufnahmen gehandelt. Ein Absturz über Menschen hätte aber auch hier dramatische Folgen, betonte Treibenreif.

“Haupteinsatz ist Aufklärung”

Welche Systeme für die Abwehr die Polizei verwendet, unterliegt der Geheimhaltung. Die Möglichkeiten reichen vom Einsatz von Störsendern über Geräte, welche die Steuerung der Drohne übernehmen, bis hin zum Abfeuern von Netzen, um Drohnen abzufangen.

Die heimische Polizei selbst verfügt über “mehrere Drohnen”, zumindest eine darf auch über dicht besiedeltem Gebiet fliegen. Ihr “Haupteinsatz ist Aufklärung”, beispielsweise eines Tatorts von oben, gearbeitet wird auch mit Wärmebildkameras. Verwendet werden sollen sie beispielsweise “bei einem schweren Kriminalitätsfall wie einer Geisellage”, sagte Treibenreif. Die Drohnen der Polizei “sind eine ganz exklusive Geschichte, sie kommen selten zum Einsatz”, sagte der Cobra-Chef.

(APA)



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