Akt.:

Dublin ist die "Boom City" Europas

Dublin, Luxemburg und Helsinki sind die Städte mit dem größten Zukunftspotenzial bis 2013 in Europa. Das geht aus einer Studie des deutschen Forschungsinstituts Feri hervor.

Korrektur melden

Wien liegt in der Wertung der „Boom-Cities“ als beste österreichische Stadt auf Rang 35, noch weiter abgeschlagen finden sich Graz (48.), Salzburg (50.), Innsbruck (52.) und Linz (55.).

Stark schneiden die Vertreter aus Mittel- und Osteuropa (CEE) in diesem Ranking ab: Warschau liegt knapp hinter Madrid auf Rang 5, gefolgt von Barcelona, Budapest, Prag, Stockholm, Inner London, Toulouse und Kopenhagen. Zukunftsträchtigste deutsche Stadt ist München auf Platz (15.) vor Mailand. Brüssel liegt auf Platz 18, Rom ist 28., Paris erst 30. Frankfurt auf 32. Berlin liegt erst auf Rang 79 der Liste.

Anhand der Kriterien Wirtschaftswachstum, Kaufkraft, Arbeitsmarkt und Bevölkerung hat Feri, das nach Eigenangabe größte private Wirtschaftsforschungsinstitut Europas, die wirtschaftliche Entwicklung der wichtigsten europäischen Städten hochgerechnet, wobei Wirtschaftswachstum und Kaufkraft mit 30, die beiden anderen Kriterien mit 20 Prozent gewichtet wurden. Für jedes Jahr wurden auf Basis von Experteninterviews Einzelwerte ermittelt, wobei die unmittelbar bevorstehenden Jahre am stärksten gewichtet wurden.

Interessant aus Sicht der Studienautoren ist die immer größere Kluft zwischen großen und kleinen Zentren. Das Ergebnis widerlegt die frühere Erwartung, wonach die Globalisierung und die zunehmende Verlagerung aufs Internet die Dezentralisierung fördern würde. „Das Gegenteil ist der Fall. Das Internet stärkt die großen Zentren sogar“, beobachtet Regionalforscher Dirk Dohse vom Kieler Institut für Weltwirtschaft.

Grund dafür: Unternehmen richten ihre Strategie zunehmend global aus. Firmen würden zwar einfach Produktions- und Verwaltungsprozesse aus heimischen Zentren in billige Länder Osteuropas oder Asiens verlagern. Zugleich sammeln sich die Hauptquartiere, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an einigen wenigen Standorten mit besonders attraktivem Umfeld.

Dohse: „Die lange dominierende Spezialisierung der Standorte nach Branchen weicht einer Spezialisierung nach Funktionen“. Das verschiebe die Städtehierarchie zu Gunsten der Metropolen. Dazu komme noch die so genannte „Agglomerations-Ökonomie“ auf Grund wichtiger Infrastruktur wie unternehmensnahe Dienstleister, ein internationaler Flughafen, Forschungseinrichtungen, gut ausgebildete Arbeitskräfte oder ein abwechlungsreiches Kulturangebot.

Auch der Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft verstärke den Run auf Metropolen. So brauchen moderne Dienstleister viel weniger Fläche als etwa Stahlproduzenten oder Chemiefabriken. Und räumliche Nähe fördert auch den wichtigen persönlichen Austausch zwischen Forschern, Managern und Politikern.

Ökonomen beobachten in diesem Zusammenhang das neue Phänomen der „Glokalisierung“: Die Globalisierung wirkt sich – etwa durch neue Arbeitsplätze – auf das lokale Leben aus und verändert die Bedingungen für die Standortpolitik.



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Deutscher Krankenpfleger wegen 97 weiterer Morde angeklagt
Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg hat den wegen Mordes verurteilten Krankenpfleger Niels H. wegen 97 weiterer Taten [...] mehr »
Aktivster Vulkan der Philippinen spuckt Aschewolken
Nach tagelangem Brodeln und Lavaströmen hat der philippinische Vulkan Mayon am Montag eine riesige Aschewolke in den [...] mehr »
Ölteppich nach Tanker-Unglück vor Chinas Küste verdreifacht
Nach dem Untergang des iranischen Öltankers "Sanchi" hat sich die Umweltkatastrophe vor der Küste Chinas verschärft. [...] mehr »
Schlag gegen die Cosa Nostra: 56 Personen festgenommen
Den italienischen Carabinieri ist ein neuer Schlag gegen die Mafia auf Sizilien gelungen. 56 Personen, darunter mehrere [...] mehr »
Streit zweier Kinder führte zu Eltern-Massenschlägerei
Der Streit von zwei Kindern hat im westdeutschen Aachen zu einer Massenschlägerei unter Erwachsenen geführt. Die [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Goldene Himbeere 2018: “Transformers: The Last Knight” führend bei Nominierungen der schlechtesten Filme

“Three Billboards” räumt bei SAG-Auszeichnungen ab

Dschungelcamp Tag 3: Abgebrochene Prüfung und “zu viele nackte Frauen”

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung