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Dutzende Tote durch Selbstmordattentate in Nigeria

Bei neuen Anschlägen im Nordosten Nigerias haben Selbstmordattentäter am Dienstag mindestens 38 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei der ersten Attacke sprengten sich drei Extremisten an einem Kontrollposten vor der Stadt Biu in die Luft und töteten 36 Menschen, wie Ärzte mitteilten. Die meisten Opfer waren demnach Kinder, die dort verkauften, und Bettler. 20 Menschen wurden verletzt.

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Der Mitarbeiter einer Bürgerwehr, die sich gegen Kämpfer der Islamistengruppe Boko Haram gebildet hat, sagte, die Attentäter seien mit zwei motorisierten Rikschas zum Kontrollpunkt gefahren, hätten zunächst das Feuer eröffnet und dann die Sprengsätze gezündet. Erst vor fünf Tagen hatte sich eine Selbstmordattentäterin auf einem Markt von Biu in die Luft gesprengt und mindestens sieben Menschen mit in den Tod gerissen.

Die Jihadisten-Organisation Boko Haram hatte schon mehrfach versucht, die größte Stadt im Süden des Teilstaates Borno einzunehmen, war aber immer von Bürgerwehren und Regierungstruppen zurückgedrängt worden.

Bei einem zweiten Anschlag in Potiskum, der Wirtschaftsmetropole im Nachbarstaat Yobe, sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Restaurant in die Luft. Er riss den Restaurantleiter sowie einen Kellner mit in den Tod, wie aus Polizei- und Krankenhauskreisen verlautete. 13 weitere Menschen wurden verletzt.

In dem in Südnigeria gelegenen Staat Rivers sprengten Unbekannte am Dienstag die Wahlkampfveranstaltung eines Oppositionspolitikers. Eine Explosion und Schüsse waren zu hören, hunderte Menschen ergriffen die Flucht, wie Augenzeugen und Fernsehsender berichteten. Ein Polizist wurde getötet und vier weitere verletzt. Ein Journalist, der über die Ereignisse berichtete, wurde niedergestochen. Wer hinter der Attacke auf die Versammlung von Dakuku Peterside steckte, der sich für die Partei Progressiver Kongress (APC) um einen Gouverneursposten bewirbt, blieb zunächst offen.



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