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Ein Toter bei Unwettern in Westungarn

Heftige Stürme haben in der Nacht auf Freitag auch in Westungarn schwere Schäden angerichtet. Mehr als 100.000 Haushalte waren ohne Strom, die Zugverbindungen nach Österreich wurden unterbrochen. In der Ortschaft Kenez östlich von Szombathely krachte ein Hausdach auf ein Auto. Der Fahrer wurde getötet. Unwetter führten auch in Tschechien, der Slowakei und Italiens Adria-Badeorten zu Verwüstungen.

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In den Bezirken Györ, Vas und Zala waren am Freitagvormittag immer noch mehr als 25.000 Haushalte ohne Strom. In der Nacht waren sogar 115.000 Haushalte betroffen, wie ein Sprecher des ungarischen Katastrophenschutzes mitteilte. Von den Stürmen entwurzelte Bäume waren auf Stromleitungen gefallen.

Wegen der Behinderungen auf der Bahnstrecke zwischen Nickelsdorf und Bruck an der Leitha wurde am späten Donnerstagabend der Schlafwagenzug von Budapest nach München im Grenzbahnhof Hegyeshalom gestoppt. Der Zug konnte erst in der Früh seine Fahrt fortsetzen.

Heftige Stürme verursachten auch in Tschechien und der Slowakei die zweite Nacht in Folge zahlreiche Schäden. Die tschechische Feuerwehren rückten hunderte Male aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen, Dächer abzusichern und Keller auszupumpen. Rund 110.000 Haushalte waren in Südmähren ohne Strom. Der Zugverkehr war unterbrochen.

Auch im Westen der Slowakei wurden Zugverbindungen und Straßen blockiert. Der TV-Sender Markiza zeigte Bilder von abgerissenen Dächern und durch umgestürzte Bäume beschädigten Autos. In der westslowakischen Stadt Malacky mussten Dutzende Familien ihre Wohnungen verlassen, weil die losgerissene Dachkonstruktion einer Wohnhausanlage die Statik des ganzen Gebäudes bedrohte.

Die Feuerwehr meldete rund 200 Einsätze vor allem im Großraum Bratislava. In der Hauptstadt waren auch Straßenbahnlinien durch umgestürzte Bäume blockiert. Der slowakische Wetterdienst meldete Windstärken von bis zu 130 Stundenkilometern.

Am Donnerstagabend war an der slowakisch-tschechischen Grenze ein aus Prag nach Budapest fahrender Schnellzug auf einen umgestürzten Baum aufgefahren. Die internationale Bahnstrecke war stundenlang gesperrt, wie die slowakische Eisenbahn meldete.

Heftige Unwetter mit starkem Wind, Regen, Hagel und Gewitter sind am Donnerstagabend auch über den Nordosten Italiens hinweggezogen. 70.000 Stromkunden saßen im Friaul im Dunkeln. Campingplätze an Badeorten der oberen Adria wurden unter Wasser gesetzt, zahlreiche Bäume stürzten um. Dutzende Menschen wurden verletzt.

“Ich habe das Gewitter über dem Meer heranziehen sehen und bin zum Campingplatz gelaufen. Die Bäume um mich herum stürzten um, einer traf eine 42-jährige Touristin”, sagte ein Feuerwehrmann, der in dem Ort Jesolo Urlaub machte, zur Zeitung “Corriere della Sera”. Zusammen mit einem Arzt habe er am Donnerstag die Frau befreit. Sie hätten die Verletzte dann auf einem Surfbrett zum Strand transportiert, von wo aus sie mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde.

Um die 50 Menschen hätten sich an die Unfallambulanzen der umliegenden Krankenhäuser gewandt, nachdem eine Windhose über Cavallino, Jesolo, Caorle und Bibione an der Adriaküste gezogen war. Die Menschen waren von herumfliegenden Gegenständen getroffen worden. Die meisten seien leicht verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

In Portogruaro deckte der starke Wind einen Supermarkt ab, in Caorle wurden Unterkünfte in Mitleidenschaft gezogen, wie der “Corriere della Sera” berichtete. Die Schäden werden in der Region Venetien auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

(APA/dpa)



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