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Elf Babykätzchen samt Mutter bei Bruthitze in Vösendorf “entsorgt”

Eines der ausgesetzten Kätzchen Eines der ausgesetzten Kätzchen - © Wiener Tierschutzverein
Der Wiener Tierschutzverein (WTV) berichtet von einem “Akt unfassbarer Herzlosigkeit”: Am späten Mittwochnachmittag wurden insgesamt elf Babykatzen sowie ein Muttertier in den WTV gebracht. Die Tiere waren bei brütender Hitze ohne Wasser und Futter in engen Transportkörben ausgesetzt worden.

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Allein im vergangenen Juli vermeldete der Wiener Tierschutzverein insgesamt 14 ausgesetzte Katzen, die beim WTV landeten – darunter vier ausgewachsene Tiere und zehn Kätzchen. Nun landeten auf einen Schlag zwölf ausgesetzte Katzen beim Wiener Tierschutzverein. Der WTV sieht diese alarmierende Entwicklung in engem Zusammenhang mit der umstrittenen Novelle des Wiener Tierschutzgesetzes.

Grausam ausgesetzt in praller Sonne am Parkplatz

Die Samtpfoten waren in zwei Transportboxen (sieben Babykätzchen in einer Box, Mutter plus vier Kinder in der anderen) ohne Wasser und Futter zusammengepfercht und wurden auf dem Parkplatz der Metro-Filiale in Vösendorf von Unbekannten abgestellt. Eine Passantin entdeckte die Tiere und brachte sie umgehend in den WTV.

“Hilflose Lebewesen einfach seinem Schicksal zu überlassen ist eine abscheuliche Grausamkeit und überdies verboten. Erschwerend kommt noch die Tatsache hinzu, dass der Mittwoch der bisher heißeste Tag des Jahres war. Wir danken der Finderin jedenfalls sehr für ihr Engagement”, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Allem Anschein nach mussten die Tiere mehrere Stunden in der prallen Sonne ausharren, denn die Transportboxen waren noch bei der Ankunft im WTV brennend heiß. Bei den gestrigen Temperaturen mit einem Höchstwert von über 37 Grad kein Wunder.

Durstig hechelnde Kitten landeten beim WTV

Zudem hechelten sämtliche Kitten, was auf eine längere Zeit ohne nötige Flüssigkeitszufuhr schließen lässt. Daher wurde den Katzen sofort Wasser und Futter angeboten, was die Tiere auch gierig annahmen.

Danach wurden die Kätzchen vom WTV-Tierärzteteam genauer in Augenschein genommen: Jene Kitten, die zusammen mit der Mutter untergebracht wurden, sind schätzungsweise drei bis vier Wochen alt. Es handelt sich um zwei Männchen und zwei Weibchen. Überdies wurde bei dem Muttertier ein rumänischer Chip gefunden, der allerdings nicht registriert ist. Die Kätzchen, die sich in der anderen Box befanden sind rund acht bis neun Wochen alt, allesamt männlich und dürften aus einem anderen Wurf stammen.

Ausgesetzten Katzen geht es soweit gut

Die älteren Kitten wurden danach eingehend untersucht und sind glücklicherweise in einem guten gesundheitlichen Zustand. Lediglich ein Tier hatte eine leichte Verletzung an der Schwanzspitze, die versorgt wurde. Auch ein Leukosetest fiel negativ aus. Die Kätzchen wurden gechipt, geimpft und entwurmt. Die jüngeren Kätzchen machen ebenso einen gesunden Eindruck, sie werden allerdings erst genauer behandelt, wenn sie etwas größer sind. Vorerst dürfen sie noch ohne Stress die mütterliche Fürsorge genießen.

Wiener Tierschutzverein: “Novelle des Tierschutzgesetzes ist Schuss ins Knie”

Der WTV kritisiert in diesem Zusammenhang einmal mehr die Novelle des Tierschutzgesetzes, das den privaten Handel mit Tieren untersagt. Ursprünglich wollte die Regierung damit den illegalen Welpenhandel eindämmen, der WTV nennt das Gesetz aber einen “Schuss ins Knie”. Niemand könne abstreiten, dass die Zunahme an ausgesetzten und angegebenen Tieren durch das neue Tierschutzgesetz verursacht sei, so Petrovic. Weiters forderte sie, die Tierschutzbewegung stärker in die Gesetzgebung miteinzubeziehen.

Die Katzen dürfen nun jedenfalls die Fürsorge und Pflege im WTV-Katzenhaus genießen. Klappt alles nach Plan, können sie nach erfolgter medizinischer Freigabe schon bald zu liebevollen Menschen ziehen. Der WTV bittet aber um Verständnis, dass generell keine Angaben zum genauen Vergabezeitpunkt der Tiere gemacht werden können. Auch Reservierungen sind nicht möglich.



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