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Kaiserschmarren

Der Kaiserschmarren, jene duftige, köstliche Nachspeise aus zerrissenen Biskuitomeletts, hat trotz aller Legenden mit dem Kaiser vom Ursprung her nicht das Geringste zu tun.

Mag sein, dass es ihn auch an der Hoftafel gab, aber Franz Joseph hätte kaum zwei Bissen gegessen und Elisabeth schon gar nicht, weil sie schlechte Zähne hatte und daher jede Süßigkeit scheute. Nein, dieser Superschmarren hieß ursprünglich Kaserschmarren, weil er eine deftige, derbe Almspeise der Senner und Mägde auf den Hochalmen war, die über offenem Feuer hergestellt werden konnte. Verfeinert wurde diese Schwerarbeiterkost natürlich in der Hauptstadt der Monarchie und der Name wurde, wie vieles andere auch, aus Werbegründen oder vorauseilendem Gehorsam und Untertänigkeit dem Kaiser "in den Mund geschoben".

Zutaten:

  • 3 Eier
  • ½ l Milch
  • 1 KL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ca. 35 dag Mehl (griffig)
  • 1 Schuß Mineralwasser
  • eventuell 1 EL Rosinen
  • 30 g Butter oder Margarine
  • Eigelb vom Eiklar trennen. Die Milch mit dem getrennten Eigelb, Zucker und Salz in eine Rührschüssel geben und kräftig mit dem Schneebesen schlagen. Unter ständigem Rühren das Mehl einstreuen, bis die Masse etwas dickflüssig ist. Den Schuß Mineralwasser sanft einrühren. Das Eiklar zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse heben. Rosinen (wenn erwünscht) leicht einrühren. Butter in der Pfanne schmelzen und die Masse dazugeben. Bei mittlerer Hitze auf der Unterseite fest werden lassen. Mit einem Kochlöffel oder einem Pfannenwender teilen und wenden, mit zwei Gabeln die Masse zerreißen. Nun den Schmarrn immer wieder vorsichtig wenden (nicht quetschen!), bis er fertig ist. Mit Staubzucker bestreut servieren.

    Dazu am besten ein Kompott oder Fruchtsaft servieren. Traditionell wird zum Kaiserschmarrn ein Zwetschkenröster gereicht.

    Zwetschkenröster-Zutaten:

  • 500 g Zwetschken (Pflaumen)
  • 100 ml Wasser
  • 10 - 15 dag Zucker
  • 1 Zitrone
  • 1 kleines Stück Zimtrinde
  • 2 Gewürznelken
  • Zucker, Zitronensaft, Zimtrinde und Gewürznelken im Wasser aufkochen. Die Zwetschken entkernen und halbieren (sollen sie geschält werden, vorher mit kochend-heißem Wasser übergießen), aufkochen lassen und zugedeckt weichdünsten (erkennt man daran, dass sich die Schale löst und ringelt und die Zwetschken anfangen zu zerfallen).

    Das Kompott auskühlen lassen, eventuell mit Zucker und Zitronensaft abschmecken und kalt servieren.

    Dieses Pflaumen- oder Zwetschkenkompott passt zu vielen Süßspeisen. Kompotte eignen sich aber auch hervorragend als erfrischende Durstlöscher zwischendurch, oder als Dessert - nach einem fettreichen, schweren Essen.


     
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