In alten Kochbüchern findet man Begriffe wie: Kugelhupf, Napfkuchen, Aschkuchen... – gemeint ist immer der gleiche Kuchen, den man in „wohlverzinnten Geschirren mit geschwungenen Rillen“ zubereitet.
Kaiser Franz verlangte um 1800 zum Frühstück einen Guglhupf, ebenso sein Sohn Kaiser Ferdinand und später auch Kaiser Franz Josef. Man nannte daher den Guglhupf auch „Kaiser Guglhupf“. Ein kaiserliches Frühstück wäre ohne ihn undenkbar gewesen.
Im 19. Jhdt. trat der Guglhupf auch im Bürgertum seinen Siegeszug an. Er wurde zum Statussymbol für Wohlstand und durfte auf keinem Frühstückstisch fehlen. Aus dem einfachen Guglhupf entwickelte sich eine Reihe von Spezialitäten, z. B: Kaiserguglhupf, Mandelguglhupf, Marmorguglhupf, Germguglhupf, Ölguglhupf, Schokoladeguglhupf.
Rezept:

180 g Butter oder Margarine200 g Zucker4 große Eier350 g Mehl1 Päckchen Backpulver50 g Haselnüsse gemahlen1 Prise Salz100 g RosinenButter oder Margarine zum Ausfetten1 EL Semmelbröseln Weiche Butter oder Margarine und den Zucker mit einem Schneebesen oder Mixer schaumig rühren. Eier einzeln nacheinander einrühren. Mehl mit dem Backpulver, den geriebenen Haselnüssen und dem Salz mischen und in die Schaummasse einrühren. Die Rosinen vorsichtig unterrühren. Eine Guglhupfform (Napfkuchenform) mit Butter oder Margarine ausfetten. Semmelbröseln einstreuen.
Die Kuchenmasse in der Form gleichmäßig verteilen. Den Kuchen im vorgeheiztem Backrohr bei 180°C (Gas Stufe 2-3) ca. 45 - 50 Minuten backen. (Backnadel oder Stricknadel-Test: Nadel in den Kuchen stecken, wenn nichts mehr darauf kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.) Kuchenform stürzen und den Guglhupf oder Napfkuchen auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Tipp: Die Rosinen vorher in Rum oder warmen Wasser ca. 1/4 Stunde einweichen - Guten Appetit!