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Knödel

Österreich wird auch das Königreich der Knödel genannt. Die älteste Form der runden Speise dürfte dabei der Mehl- oder Brotknödel gewesen sein.

In Pfahlbauten wurden bereits Speisenreste gefunden, die beweisen, dass man schon damals Fleisch oder Obst mit Teigmasse umhüllte. Der Knödel ist ein typisches Element der bäuerlichen Küche. Hier darf er auf keinen Fall fehlen und wird dementsprechend auch regelmäßig gekocht. In dem bekannten Lied „Was is heut für a Tag?“ wird schon der Montag als Knödeltag besungen. Der jüngste Spross in der Familie der Knödel ist übrigens der Erdäpfelknödel, der „erst“ ca. 200 Jahre alt ist und in der städtischen Küche in Form von Obstknödeln bevorzugt wurde.

Als legendäre Heimat der Knödel gilt Böhmen, von wo aus die böhmischen Köchinnen den Knödel nach Wien gebracht haben. Österreich ist also ein klassisches Knödelland, die runden Teigstücke werden mit süßen und pikanten Füllungen serviert. Trotz der unterschiedlichen Füllungen und Hüllen ist ihnen aber allein eines gemeinsam: Da der Trend wieder in Richtung bodenständiger Küche geht, hat auch der Knödel heutzutage wieder Hochsaison.

Das kleine Knödel-Einmaleins:

  • Kartoffel- oder Semmelknödel halten besser zusammen, wenn sie vor dem Kochen in Mehl gewälzt werden
  • Beim Knödelformen die Hände bemehlen oder anfeuchten
  • Knödel unbedingt in kochendes Wasser einlegen
  • -
  • Die fertigen Knödel sofort servieren. Durch längeres Warmhalten werden Knödel an der Oberfläche fest und zäh.
  • Übriggebliebene Knödel im Kühlschrank zugedeckt aufbewahren und nochmals kurz im kochenden Wasser oder in der Mikrowelle erwärmen
  • Übrig gebliebene Semmel- oder Kartoffelknödel können blättrig geschnitten, mit versprudeltem Ei begossen und geröstet werden. Mit Salat als Beilage ergibt das eine neue Hauptspeise.
  • Waldviertler Knödel

    Vor allem das Waldviertel in Niederosterreich ist fur seine bodenständige Küche bekannt. Waldviertler Knödel werden vor allem zu Schweine- und Rindfleisch serviert. Zutaten:

  • 750g rohe Kartoffel
  • 250g gekochte Kartoffel
  • Mehl
  • Salz
  • Essig
  • Zuerst füllt man eine Schüssel mit Essigwasser. Danach legt man ein sauberes Tuch ein und reibt darauf die rohen Kartoffeln. Hat man dies getan, presst man die Kartoffeln mit dem Tuch kraftig aus. Man mischt die rohen Kartoffeln nun mit den passierten gekochten Kartoffeln, dem Mehl und dem Salz. Die aus diesem Teig geformten Knodel sollten ca. 15 Minuten in gesalzenem, schwach brodelndem Wasser kochen.


     
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