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Beitrag online gestellt: 04.06.2005 16:37 Uhr
Zuletzt aktualisiert: 04.06.2005 18:02 Uhr

Glawischnig und Piesczek vor Traualtar

Eva Glawischnig und Volker Piesczek schlossen in Seeboden am Millstätter See den Bund fürs Leben. Pfarrerin Dagmar Wagner-Rauca erteilte der Beziehung in der Oberkärntner Tourismusgemeinde Gottes Segen. Glawischnig und Pierczek heiraten
Glawischnig und Piesczek vor Traualtar
Die dräuenden Gewitterwolken umkreisten Seeboden, manche Gäste fürchteten schon ein böses Omen. Doch der Wettergott war dem Brautpaar hold. Als sich um 15.15 Uhr das Kirchentor des evangelischen Gotteshauses in Unterhaus weit öffnete und die strahlenden Frischvermählten ins Freie traten, hatte sich der Regen wieder verzogen.

Eva Glawischnig-Piesczek hatte ein cremefarbenes, bodenlanges Kleid für die Zeremonie ausgewählt, wie schon bei der standesamtlichen Trauung am Donnerstag in Wien musste es aber bauchfrei sein. Ehemann Volker Piesczek trug einen weißen Anzug mit schwarzen Streifen.

Es war eine sehr traditionelle Hochzeit, bei der weder der in Kärnten obligate Chor fehlen durfte noch die Kindergruppe, die dem jungen Paar ein Gedicht vortrug. Es regnete Blumen, Bussis und Glückwünsche.

„Für uns hier ist das ein wirklich großer Tag“, meinte ein Seebodener angesichts der von Alexander van der Bellen dargebrachten Hochzeitswünsche für seine Stellvertreterin. Als Brautjungfer bot Glawischnig die Wiener SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima auf, die ebenfalls aus Kärnten stammt, Trauzeugin war Schwester Birgit.

Dass Neo-Ehemann Piesczek mit Fußball zu tun hat, fiel auch jenen Gästen auf, die seine Sendungen nicht kennen, immerhin war Peter Stöger, Neo-Teammanager der Wiener Austria, mit Ehefrau ebenfalls nach Kärnten gereist. Wie überhaupt der Großteil der Hochzeitsgäste aus Ostösterreich gekommen war, die Kärntner waren diesfalls eindeutig in Unterzahl.

Vor der Kirche hatten Freunde des Brautpaars denn auch eine Aufgabe für die beiden vorbereitet, die nach niederösterreichischem Brauch von Frischvermählten zu bewältigen ist: Sie mussten mit einer Handsäge ein Holzstück durchschneiden. Die ebenfalls zu den in Niederösterreich verbreiteten Hochzeitsriten gehörende Aufgabe, auf einem bereitgestellten Ofen ein symbolisches Essen für den Ehemann kochen zu müssen, blieb der frisch gebackenen Ehefrau indes erspart.

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