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England ohne Rooney zu Offensive gezwungen

Wayne Rooney ist für das Spiel gegen Schweden gesperrt. Wayne Rooney ist für das Spiel gegen Schweden gesperrt. - © EPA
Nach der Abwehrschlacht beim 1:1 gegen Frankreich ist Englands Fußball-Nationalmannschaft zum Agieren gezwungen. Im zweiten Match der EM-Gruppe D am Freitag (20.45 Uhr) in Kiew gegen Schweden ist für die Briten ein Unentschieden zu wenig. Ein Sieg gegen die “Tre Kronor” soll die “Three Lions” auf Viertelfinal-Kurs bringen.

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Allerdings fehlt den Engländern nach wie vor der gesperrte Stürmer-Star Wayne Rooney. Die Schweden haben ihr Aushängeschild hingegen mit an Bord, nach dem 1:2 gegen die Ukraine soll Zlatan Ibrahimovic die Skandinavier zum dringend notwendigen Sieg führen. Nicht nur die Ziele, sondern auch die Stärken und vor allem auf Kompaktheit ausgerichteten Spielstile der beiden Kontrahenten sind ähnlich.

Das weiß auch Englands neuer Teamchef Roy Hodgson, der ein wahrer Schweden-Experte ist. Hodgson startete seine lange Trainierkarriere in den 1980er-Jahren in Schweden und gilt dort für viele Fans und Experten als Urvater des aktuellen Erfolgslaufs der Nationalmannschaft. Sein damaliges 4-4-2-Erfolgssystem mit Malmö FF revolutionierte den Fußball im Land und wurde auch vom schwedischen Team übernommen.

Schweden Angstgegner Englands

Mit diesem System schaffte man es 1992 bei der Heim-EM bis ins Halbfinale und zwei Jahre später bei der WM in den USA sogar auf Rang drei. Seitdem sind die Schweden, in der kommenden WM-Qualifikation Gegner von Österreich, Stammgast bei Großereignissen. Und sie sind ein Angstgegner der Engländer, die noch kein Pflichtspiel gegen diesen Gegner gewonnen haben.

Coach Hodgson hat in den Tagen nach dem Frankreich-Match neben ausgedehnter Regeneration auch auf Dart, Snooker, Tischtennis und den Besuch der Partnerinnen und Familien im Teamcamp gesetzt. Der noch ein Spiel gesperrte Rooney durfte am Donnerstagmorgen erneut nur als England-Maskottchen den 1.500-Kilometer-Flug aus dem sintflutartigen Regen in Krakau ins sommerlich warme Kiew mitmachen.

Welbeck will Rooney würdig ersetzen

Rooney-Ersatz Danny Welbeck versprach das, was sich ganz Fußball-England erwartet: “Man wird eine deutlich entschlossenere englische Mannschaft sehen. Wir können viel mehr. Wir wollen nach vorne spielen und Tore machen.” Gemäß Welbeck haben sich die Engländer mit dem Punkt gegen die Franzosen eine gute Ausgangsposition geschaffen. “Wir haben ein Fundament gebildet, auf dem wir jetzt etwas aufbauen wollen.” Nur ein Sieg würde die Lage deutlich verbessern, schließlich wartet auf England zum Abschluss der Gruppenphase noch das Duell mit Gastgeber Ukraine.

Schwedens Teamchef Erik Hamren sprach vor der Partie von einem Match mit Cup-Charakter. “Das ist ein Cup-Spiel gegen England. Das Motto heißt: Siegen oder fliegen”, weiß Hamren. Schwedens Mittelfeld-Routinier Anders Svensson ist sich sicher, dass die Engländer Schweden unterschätzen werden: “Ich glaube nicht, dass uns England denselben Respekt entgegenbringt wie Frankreich. Dabei bin ich der Meinung, dass wir auf dem gleichen Level wie England stehen. Wir sind besser, als viele wahrhaben wollen.”



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