2. August 2012 12:21; Akt.: 2.08.2012 16:44

Enormer Anstieg: Bereits sechs Radfahrer bei Unfällen getötet

Diese Aufnahme wurde von der Polizei vor wenigen Tagen mittels einer Rotlichkamera gemacht. Diese Aufnahme wurde von der Polizei vor wenigen Tagen mittels einer Rotlichkamera gemacht. - © Polizei Salzburg
Die Salzburger Polizei schlägt Alarm: In den letzten Monaten ist es zu einem starken Anstieg tödlicher Radunfälle gekommen. Im bisherigen Jahr sind bereits sechs Radfahrer bei Unfällen ums Leben gekommen. Die Polizei gibt als Hauptgrund an, dass sich Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten.

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Zwischen Jänner und Juli 2012 sind bereits sechs Radfahrer in Salzburg tödlich verunglückt, drei davon in der Stadt Salzburg. Im gesamten Vorjahr kamen sieben Radfahrer bei Unfällen ums Leben, im Jahr wurden fünf Radfahrer getötet.

Der enorme Anstieg der Verkehrsunfälle mit Radfahrern haben laut Polizei mehrere Ursachen:

  • Der Anteil des Radverkehrs – vor allem in der Stadt Salzburg – hat enorm zugenommen.
  • Die Akzeptanz von Verkehrsregeln ist auf einem Tiefstand angelangt
  • Diese Ignoranz betrifft auch Regeln, deren Einhaltung für das Überleben im Straßenverkehr notwendig sind (zum Beispiel die Beachtung von Rotlicht)!
  • Viele Radfahrer fühlen sich nicht als Teil des Systems „Straßenverkehr“, sondern glauben außerhalb zu stehen.
  • Die Fahrgeschwindigkeiten werden oft nicht an die Fahrbahnverhältnisse und an die hohe Verkehrsdichte angepasst. Dies betrifft vor allem Geh- und Radwege mit gemischtem Verkehr, oder Brückenunterführungen.

Als Beispiel für das Nichtbeachten der Verkehrsregeln verweist die Polizei auf eine Fotoaufnahme an der Kreuzung Neutorstaße/Eduard-Baumgartnerstraße vor wenigen Tagen: Eine Radfahrerin fährt gegen die Einbahn in die Eduard-Baumgartnerstraße. Am Kindersitz ein Kleinkind und daneben ein weiteres Kind. Dahinter gleich der nächste Radfahrer.

„Wenn Radfahrer für schwere Regelverstöße – zum Beispiel Rotlichtmissachtung – zur Verantwortung gezogen werden, herrscht wenig Einsicht und kaum Unrechtsbewusstsein bei den Betroffenen“, so die Polizei in einer Aussendung am Donnerstag.



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