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Erneut ging US-Polizei brutal gegen schwarze Jugendliche vor

Ein erneuter Fall von Polizeigewalt gegen unbewaffnete schwarze Jugendliche hat in den USA am Montag für Aufregung gesorgt. Nachdem im Internet Amateurvideoaufnahmen des Polizeieinsatzes bei einer Poolparty von Teenagern aufgetaucht waren, erklärte die Polizei in McKinney im US-Staat Texas am Sonntag (Ortszeit), Ermittlungen seien eingeleitet und der verantwortliche Polizist suspendiert worden.

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Bei dem Vorfall am Freitag hatte die Polizei nach eigenen Angaben Beschwerden über Lärmbelästigung und miteinander kämpfende Jugendliche bei einer Poolparty erhalten und war deshalb zu der Wohngegend geeilt. Die Jugendlichen hätten “nicht in der Gegend gewohnt und auch keine Erlaubnis gehabt”, sich in dem Schwimmbad aufzuhalten, erklärte die Polizei. Sie hätten sich “geweigert, den Ort zu verlassen”. Später sei es den Beamten gelungen, “die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen”.

Auf Videoaufnahmen im Internet sind chaotische Szenen zu sehen sowie ein weißer Beamter, der die Jugendlichen wüst beschimpft und sie auffordert, sich auf den Boden zu legen. Später wirft und drückt er ein schwarzes Mädchen im Bikini mit dem Gesicht nach unten zu Boden und kniet auf seinem Rücken. Dann werden der Jugendlichen Handschellen angelegt. Gegen zwei schwarze Burschen, die ihr offenbar helfen wollen, erhebt der Polizist seine Waffe. Im Hintergrund rennen Jugendliche umher, um vor den Beamten zu fliehen.

Ein weißer Polizist im US-Bundesstaat South Carolina wurde unterdessen wegen der tödlichen Schüsse auf den unbewaffneten Afroamerikaner Walter Scott offiziell angeklagt. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, entschied eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern, dass die Beweise für eine Mordanklage gegen den Polizeibeamten Michael S. ausreichen.

Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie S. dem 50-jährigen Scott Anfang April in den Rücken schießt. US-Medien zufolge war Scott von der Polizei gestoppt worden, weil eines der Rücklichter seines Autos nicht funktionierte. Zunächst rannte der Afroamerikaner in eine Grünanlage, wo es zu einem Handgemenge mit dem Polizisten kam. Als Scott erneut weglief, gab S. acht Schüsse ab, von denen fünf den schwarzen Familienvater trafen. Der Beamte erklärte, er habe sich bedroht gefühlt. Dem mittlerweile gefeuerten Polizisten droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.

Scotts Tod befeuerte die Debatte über exzessive Gewaltanwendung und rassistische Diskriminierung durch Polizisten in den USA. Anfang August vergangenen Jahres war in der Kleinstadt Ferguson der unbewaffnete schwarze Jugendliche Michael Brown von einem weißen Polizisten getötet worden. Wegen mangelnder Beweise wurde der Beamte nicht angeklagt. Die Vorgänge führten in Ferguson und anderen Städten zu teils gewaltsamen Protesten. In den folgenden Monaten sorgten weitere tödliche Polizeieinsätze gegen Schwarze für Empörung.



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