Akt.:

EU-Kommission will europaweite Maut an CO2-Ausstoß koppeln

CO2-Ausstoß soll als Grundlage dienen CO2-Ausstoß soll als Grundlage dienen - © APA (dpa)
Die EU-Kommission will Insidern zufolge die Grundlage für ein europaweites Mautsystem für Pkw und Nutzfahrzeuge schaffen, das sich am CO2-Ausstoß orientiert. Die Vorschläge sollten den Mitgliedsländern aber keine Abgabe vorschreiben, sagten zwei mit den Plänen vertraute EU-Vertreter. Vielmehr müsse sich ein Land nur an das Prinzip der EU-Regelung halten, sofern es eine Maut erhebe.

Korrektur melden

In Deutschland wurde die Pkw-Maut Ende März auf den Weg gebracht. Die Höhe der Abgabe orientiert sich ebenfalls am CO2-Ausstoß der Fahrzeuge, wobei unter dem Strich aber nur Ausländer zur Kassa gebeten werden. In Österreich regt sich massiver Widerstand, eine Klage ist angedroht. Nach langwierigen Beratungen hatte der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) der EU-Kommission im Gegenzug für deren Zustimmung zu seinen abgeänderten Plänen jedenfalls zugesagt, ein europäisches Mautsystem zu unterstützen.

Dem neuen EU-System zufolge basieren die Abgaben nicht mehr auf dem Zeitraum, in dem ein Autofahrer auf den Straßen eines Landes unterwegs ist. Dies ist bisher etwa bei Vignetten in mehreren EU-Staaten der Fall. Vielmehr sollen künftig die zurückgelegte Strecke und der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) Grundlage für die Höhe der Gebühren sein. Derzeit gibt es nur ein EU-System für Lastwagen, während eine Maut für Pkw Sache der Mitgliedsländer ist.

Ziel der EU-Kommission ist es, Hersteller von Nutzfahrzeugen zum Einbau umweltfreundlicherer Technik zu bewegen. Die Autoindustrie hat sich lange Zeit gegen die Kopplung einer Maut an Abgaswerte gesperrt, weil nach ihrer Ansicht der CO2-Ausstoß von schweren Nutzfahrzeugen zu kompliziert zu berechnen und ein Vignetten-System billiger sei. Schwere Nutzfahrzeuge machen nur einen kleinen Anteil der Fahrzeuge auf Europas Straßen aus, sind aber für ein Drittel des CO2-Ausstoßes in der EU verantwortlich. Einem der EU-Vertreter zufolge sollen künftig Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß mehr und umweltfreundliche Autos weniger zahlen, so dass unter dem Strich die Einnahmen in etwa auf dem aktuellen Niveau blieben.

Neben Lkw könnten auch Busse oder Kleintransporter wie Vans in das neue System einbezogen werden. Um die Abgabe erheben zu können, erwägt die EU-Kommission den Angaben zufolge, Neuwagen mit einer Technologie zur Messung und Übermittlung der gefahrenen Kilometer ausstatten zu lassen. Diese könnte dann aktiviert werden, wenn ein Land eine Maut erhebt. Die Kommission will den Vorschlag voraussichtlich am 31. Mai vorlegen. Er müsste dann noch mit EU-Parlament und Mitgliedsländern abgestimmt werden.

(APA/ag.)



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
OMV klagt rumänischen Staat
Die OMV klagt Rumänien wegen Bruch des Petrom-Privatisierungsvertrages. Der Staat weigert sich für Schulden in Höhe [...] mehr »
Post und Metro beliefern Wirte in Wien mit E-Autos
Der Großmärkte-Betreiber Metro baut die Belieferung der Gastrobranche um "Metro Gastro-Express" aus. Zustellpartner [...] mehr »
Seilbahnen mit leichtem Umsatz-Minus – Hoffnung lebt noch
Österreichs Seilbahnen haben mit Stand Ende März ein kleines Umsatz-Minus eingefahren. Der Kassenumsatz liege 0,8 [...] mehr »
Insolvenzentscheidung zur Alitalia fällt kommende Woche
Die Hauptversammlung der Alitalia-Aktionäre entscheidet erst kommende Woche über die Insolvenzprozeduren für die [...] mehr »
Sicherheitsbranche machte im Vorjahr 1,13 Mrd. Euro Umsatz
Der Sicherheitsmarkt in Österreich hat im Vorjahr rund 1,13 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet. Der Großteil entfiel mit [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Mel B.: Pikanter Sex-Dreier-Zoff mit der schönen Ex-Nanny!

Tabubruch: Ungewohnt private Einblicke von William und Harry

Selena Gomez überrascht mit neuer Frisur

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung