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Europäer überwiegend skeptisch gegenüber “Big Data”

Mensch als Datenmaschine: Bild aus Ausstellung "London Situation Room" Mensch als Datenmaschine: Bild aus Ausstellung "London Situation Room"
“Big Data” zählt zu den Hoffnungsträgern der Wirtschaft, doch die Nutzer in Europa stehen dem Sammeln und Auswerten großer Datenmengen überwiegend skeptisch gegenüber. Einer Erhebung des Vodafone Instituts zufolge sehen 51 Prozent der Befragten in der Analyse der Datenmengen aus digitalen Diensten mehr Nach- als Vorteile.

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Lediglich 32 Prozent glauben an überwiegend Vorteile, 17 Prozent haben diesbezüglich eine neutrale Haltung. In Deutschland sind die Nutzer laut der Studie besonders kritisch: Dort sehen 62 Prozent mehr Nachteile in der Verwendung solcher Daten, berichtete die deutsche Nachrichtenagentur dpa. Kritik entzündet sich vor allem an mangelnder Transparenz und geringer Kontrolle über die eigenen Daten. Auch unverständliche Geschäftsbedingungen (AGB) stehen in der Kritik.

Dennoch ist eine Mehrheit der Europäer grundsätzlich bereit, persönliche Daten zu teilen, solange dadurch ein persönlicher oder sozialer Mehrwert entsteht. Am ehesten können sich die Menschen eine positive Nutzung im Gesundheitsbereich ausmalen. So gaben 65 Prozent der Befragten an, sich vorstellen zu können, dass ihre Daten für eine bessere Behandlung von Krankheiten gesammelt und ausgewertet werden. Europaweit wären im Schnitt noch 53 Prozent der Befragten sogar mit einer nicht anonymisierten Datensammlung einversanden, sofern dies der eigenen Heilung oder der Heilung anderer zugutekommen würde.

Der Weitergabe persönlicher Daten an Dritte, vor allem zu kommerziellen Zwecken, steht hingegen eine große Mehrheit sehr kritisch gegenüber, unabhängig vom Thema oder der Art der Daten. Gerade einmal zehn Prozent gaben beispielsweise an, kein Problem damit zu haben, wenn ein Shop ihre Daten für Werbezwecke und Marketingaktionen weiterleitet.

Nur knapp ein Drittel sieht im Datensammeln prinzipiell Gutes, wobei es länderspezifisch große Unterschiede gibt. Während fast die Hälfte der Iren in Big Data Vorteile sieht, stimmen dem nur 22 Prozent der Franzosen zu. Der Glaube daran, dass private oder auch öffentliche Institutionen mit persönlichen Daten verantwortungsvoll umgehen, ist insgesamt niedrig. Während Gesundheitseinrichtungen (43 Prozent), der Arbeitgeber (36 Prozent) oder Banken (33 Prozent) beim noch ein etwas höheres Vertrauen genießen, verlassen sich nur wenige Nutzer auf Suchmaschinen (16 Prozent) und Social-Media-Dienstleister (elf Prozent).

Die Studie ist nach Angaben des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation eine der bisher umfangreichsten Studien zum Thema Big Data und Schutz der Privatsphäre. Insgesamt wurden dafür von August bis September 2015 über 8.000 Menschen in acht Ländern (Tschechien, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Spanien und Großbritannien) befragt.



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