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Fall Badawi wird möglicherweise neu verhandelt

Internationale Proteste zeigen vielleicht Wirkung Internationale Proteste zeigen vielleicht Wirkung
Das höchste saudische Gericht hat den Fall des zu 1.000 Stockschlägen verurteilten islamkritischen Bloggers Raif Badawi offenkundig zurück an eine Strafkammer verwiesen. Badawis Ehefrau Ensaf Haidar sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, sie habe entsprechende Informationen erhalten. Sie wisse aber nicht, was dieser Schritt zu bedeuten habe.

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Die saudische Internetseite Ajil hatte zuvor unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, das Strafgericht in der Hafenstadt Jeddah solle das Urteil gegen Badawi überprüfen. Der Blogger war im Mai vergangenen Jahres zu zehn Jahren Haft, 1.000 Stockschlägen und einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er in einem Internetforum den Islam beleidigt haben soll.

Die ersten 50 Hiebe erhielt er vor einem Monat. Seitdem wurde die weitere Vollstreckung der Strafe ausgesetzt, offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Der Fall löste weltweit scharfe Kritik an dem islamisch-konservativen Königreich aus. Für den morgigen Freitag planen die Grünen neuerlich eine Mahnwache für Badawi vor dem Wiener Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID). Die Weigerung des Zentrums, die Strafe für den Blogger zu verurteilen, hat Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) dazu bewogen, sich auf die Seite der KAICIID-Gegner zu schlagen.



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