13. Juni 2012 14:06; Akt.: 13.06.2012 14:06

Familie in Steiermark droht Abschiebung in zwei verschiedene Länder

Negativer Asylbescheid: Ukrainisch-kosovarisches Ehepaar mit vier Kindern würde auseinandergerissen werden Negativer Asylbescheid: Ukrainisch-kosovarisches Ehepaar mit vier Kindern würde auseinandergerissen werden - © BilderBox
In der Oststeiermark ist eine ukrainisch-kosovarische Familie möglicherweise von der Abschiebung bedroht, die die Familie auseinanderreißen würde.

alt Korrekturen melden

Der Vater und die Mutter müssten mit jeweils einem Teil der Kinder in die Ukraine bzw. in den Kosovo, wie die “Kleine Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe) und der ORF berichteten. Seitens der Behörden wurde auf APA-Anfrage beruhigt: Es liege zwar ein negatives Urteil des Asylgerichtshofs vor, eine sofortige Abschiebung gebe es vorerst nicht. Die Familie habe einen Antrag auf humanitäres Aufenthaltsrecht gestellt und müsse einige Unterlagen vorlegen, solange werde nichts geschehen, hieß es seitens der zuständigen Abteilung des Landes Steiermark.

Der negative Bescheid des Asylgerichtshof mit gleichzeitiger ausgesprochener Ausweisung liegt schon vor, demzufolge sei die Familie weder im Kosovo noch in der Ukraine bedroht. Als Kosovare dürfe der Vater aber nicht in die Ukraine einreisen, die Mutter wiederum habe Probleme im Kosovo: Als Ukrainerin werde ihr pauschal unterstellt, den Serben nahzustehen, weshalb es erst Erpressungen gegeben habe und dann Drohungen, so die Zeitung.

Familie hofft auf humanitäres Bleiberecht

Die Familie hofft nun auf humanitäres Aufenthaltsrecht, der Antrag wurde am Montag gestellt. Die Ausweisung würde das im Bezirk Hartberg lebende Ehepaar, das sich in Deutschland kennengelernt hatte, und ihre vier Kinder trennen: Der Vater – der laut Zeitung eine Arbeit in Aussicht hätte – müsste mit dem achtjährigen Sohn in den Kosovo, die Mutter – die Deutsch studiert hat – mit den beiden Töchtern (13 und elf Jahre) sowie dem zweijährigen Sohn in die Ukraine.

14 Tage-Frist läuft

Die Bezirkshauptmannschaft Hartberg habe nun dem Paar einen sogenannten “Verbesserungsauftrag” gegeben, so Ingrid Koiner, Leiterin der Fachabteilung 7C für Innere Angelegenheiten, Staatsbürgerschaft und Aufenthaltswesen des Amtes der Landesregierung Steiermark. Die Familie hat nun 14 Tage Zeit, diverse Unterlagen vorzulegen. Dies könnte z. B. eine Bestätigung sein, dass die Kinder und die Frau durch die Drohungen traumatisiert seien. Die Unterlagen gehen dann an die Sicherheitsdirektion Steiermark (SiD), zusammen mit Stellungnahmen von Vereinen oder Organisationen wie etwa der Caritas. Dann erfolge eine Stellungnahme der SiD, die wiederum der BH Hartberg vorgelegt werde, so Koiner. Hernach folge eine endgültige Entscheidung.

Seitens der Caritas der Diözese Graz-Seckau – die das Paar und die Kinder in der Oststeiermark betreut hat – hieß es, die Einheit der Familie sei ein hohes und wichtiges Gut. Man müsse aber die Entscheidung der Behörden abwarten.

(APA)



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf austria.com
Mindestens elf Polizisten im Irak getötet
Im Irak sind mindestens elf Polizisten bei einer Reihe von Anschlägen getötet worden. Die Angriffe hätten sich am [...] mehr »
Historischer Besuch von Burmas Präsident in USA
US-Präsident Obama empfängt Burmas Staatschef Thein Sein am Montag zu einem historischen Besuch im Weißen Haus. Mit [...] mehr »
Ein Toter bei Salafisten-Protesten in Tunesien
In Tunesien ist am Sonntag bei Straßenschlachten zwischen der Polizei und pro-islamistischen Demonstranten ein Mann ums [...] mehr »
Syrien bringt Raketen gegen Tel Aviv in Position
Syrien hat einem Zeitungsbericht zufolge seine modernsten Raketen gegen Israel in Stellung gebracht. Die syrische Armee [...] mehr »
Geiselkrise in Ägypten spitzt sich zu
Die ägyptische Armee will die Entführung von sieben Angehörigen der Sicherheitskräfte auf der Sinai-Halbinsel mit [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Herbstkollektion von Popp & Kretschmer präsentiert

Forever 21: Die aktuellen Shorts-Trends

Angelika Ahrens hat es nicht ins Finale von Dancing Stars geschafft

Richard Lugner wurde vor Opernball um 150.000 Euro betrogen

66. Filmfestspiele in Cannes haben begonnen


Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung