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Familie Zogaj reiste am Donnerstag aus Salzburg ab

Familie Zogaj reiste am Donnerstag aus Salzburg ab
Arigona Zogaj, ihre zwei minderjährigen Geschwister und ihre Mutter sind am Donnerstagabend aus Salzburg in den Kosovo ausgereist.

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Die Familie wurde am Flughafen Salzburg streng abgeschirmt. Zu ihnen gelassen wurde nur eine Reihe von Freunden, die sich verabschieden wollten. Neben Mitarbeitern der Volkshilfe kamen der Freund von Arigona und dessen Eltern.

Von der Volkshilfe, die die Familie betreut, gab es dazu keinen Kommentar. Die Betreuer waren bis zuletzt bemüht, der Familie eine Ausreise ohne großes Aufsehen und Medienrummel zu ermöglichen.

Arigona Zogaj und ihre Familie gelten nach drei Jahren intensiver politischer Auseinandersetzung um ihr Bleiberecht als Symbolfiguren des Streits um das österreichische Fremdenrecht. Die Volkshilfe nannte am Donnerstag gegenüber der APA “zehn große Irrtümer” der Debatte: Unter anderem wird die Familie demnach nicht “vom Staat erhalten”. Mutter Nurije habe bis zuletzt als Hilfsarbeiterin gearbeitet. Auch der Rechtsanwalt werde nicht vom Staat bezahlt, dieser arbeite kostenlos. Zudem sei kein Familienmitglied jemals in Österreich wegen eines Strafverfahrens verurteilt worden.

Die Zogajs seien auch keine “Scheinasylanten”: Vielmehr sei das Haus der Familie niedergebrannt worden, sie hätten flüchten müssen. Ihr Problem sei gewesen, dass sie anfangs versucht hätten, im Kosovo zu bleiben. Andere, die gleich geflüchtet seien, hätten den Asylstatus noch erhalten, so die Volkshilfe.

Dass der Termin für die Abreise der Familie Zogaj, der ursprünglich bis zur Ankunft im Kosovo geheim gehalten werden sollte, doch durchsickern würde, hat sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Die Familie wurde zuletzt nahezu Tag und Nacht von den Medien beobachtet. Rund um ihren Wohnort in Frankenburg im Bezirk Vöcklabruck hielten sich mehrere Fotografen und Fernsehteams auf. Sobald die Zogajs das Haus verließen, wurden sie von Autos verfolgt. So dürften auch “Paparazzi-Fotos” von Arigona entstanden sein, die sie im Bikini beim Baden am Attersee zeigten. Der Plan der Familie, den Medienrummel zu umgehen, indem sie ihre Reise nicht (wie vielfach erwartet) am Flughafen Wien, sondern am Flughafen Salzburg antrat, hat damit nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. Mit dem Bekanntwerden der Flugzeiten war am Donnerstag auch abzusehen, dass die Familie bereits bei ihrer Ankunft im Kosovo von Medienvertretern erwartet werden würde und eine unauffällige Einreise nicht mehr möglich sein werde. Die Ausreise im Flugzeug wurde gewählt, weil die Zogajs keine Personaldokumente besitzen und deswegen auf dem Landweg beim Überschreiten der Staatsgrenzen Schwierigkeiten bekommen hätten. Für den Flug von Salzburg über Wien nach Pristina reicht dagegen ein von den österreichischen Behörden ausgestelltes Heimreisezertifikat aus, mit dem sie am Flughafen einchecken können. Die Kosten für die Flugtickets bezahlt die Familie aus Geldern, die sie von Unterstützern bekommen hat. Eine angebotene finanzielle Hilfe vom Innenministerium hat sie abgelehnt -sie will nicht dem Staat zur Last fallen.



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