Akt.:

Fehlende “Bremse im Gehirn” kann Angstzustände auslösen

Mögliche Erklärung gefunden, wie Sozialphobien und Angst im Gehirn ausgelöst werden können. Mögliche Erklärung gefunden, wie Sozialphobien und Angst im Gehirn ausgelöst werden können. - © SXC (Themenbild)
Angst erhöht die Wachsamkeit und schützt so vor Gefahren, in einem unangemessenen Ausmaß dagegen kann sie jedoch die Sinneswahrnehmung stören, lähmend wirken und die Freude am Leben nehmen.

Korrektur melden

Die MedUni Wien hat nun eine mögliche Erklärung gefunden, wie Sozialphobien und Angst im Gehirn ausgelöst werden können, nämlich durch eine fehlende hemmende Verbindung, quasi eine fehlende “Bremse” im Gehirn.

Wichtige Verbindung im Gehirn verändert

Im Gehirn bilden der Mandelkern (Amygdala) und der Orbitofrontale Kortex im Stirnlappen einen wichtigen Regelkreis, um Gefühlszustände zu regulieren. Während bei gesunden Probanden eine “negative Rückkopplung” und damit eine “Beruhigung” identifiziert wurde, konnten die Wissenschafter bei Sozialphobikern mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie (fMRT) das Gegenteil nachweisen: Eine wichtige, hemmende Verbindung ist verändert, was erklären könnte, warum sie nicht in der Lage sind, ihre Angst zu kontrollieren, so eine Aussendung der MedUni Wien heute, Montag.

In Zusammenarbeit des Zentrums für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik und der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien konnten die Forscher unter Christian Windischberger auch herausfinden, auf welche Weise sich die Gehirnbereiche, die an der Emotionsverarbeitung beteiligt sind, gegenseitig beeinflussen. Den Studienteilnehmern wurde eine Reihe von “emotionalen Gesichtern” gezeigt, während sie sich der funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie-Messung unterzogen.

Ungleichgewicht, kein Komplettausfall

Mit den emotionalen Gesichtsausdrücken – von Lachen bis Weinen, von Zufriedenheit bis Zorn – wurde die neuronale Aktivität im Gehirn angestoßen. Das Ergebnis: Rein äußerlich war den Probanden zwar nichts anzumerken. Aber Gesunde wurden durch die automatische “Bremse” im Kopf beruhigt, bei Sozialphobikern aber sorgten die Fotos für einen “Turbo” und eine sehr starke neuronale Aktivität. “Gerade bei psychiatrischen Krankheiten kann man davon ausgehen, dass es nicht zu Komplettausfällen kommt, sondern vielmehr zu Ungleichgewichten in komplexen Regulierungsprozessen”, so Ronald Sladky, Erstautor der Studie. Durch das bessere Verständnis der beteiligten neuronalen Mechanismen sollen nun neue Ansätze für Therapiemöglichkeiten gefunden werden. (APA)



Kommentare 0

Vă mulțumim pentru comentariul dumneavoastra. - comentariul va fi verificat de catre un editor si numai in cazul aprobarii va aparea pe site.

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig
Mehr auf austria.com
Krankenkassen: Defizit von 37 Millionen erwartet
Innerhalb von drei Monaten wird die Prognose zum Finanzergebnis der Krankenkassen um über 40 Millionen Euro nach untern [...] mehr »
Haarausfall: Das steckt wirklich dahinter
Ist eure Bürste auch ständig voller Haare? Hier erfahrt ihr, ob ihr euch Sorgen machen müsst. mehr »
Sparziel des Wiener KAV: Auch Ärztekammer gibt Entwarnung
Laut Medienberichten wurde im Wiener Krankenanstaltenverbund ein Sparziel von 20 Prozent im zweiten Halbjahr 2017 [...] mehr »
Neu: Ein Kondom, das Krankheiten erkennt
Ein neu entwickeltes Kondom wechselt die Farbe, wenn es in Kontakt mit Krankheiten kommt. mehr »
Den “Eltern-Kind-Pass” gibt es jetzt auch als App
Seit 40 Jahren gibt es das Dokument, in dem die gesamte Schwangerschaft dokumentiert und alle für das Kind notwendigen [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Make-up-Trends: Smokey Eyes und heller Teint

New York Fashion Week startete mit zahlreichen Stars

Manfred Bauman bringt ein Stück Hollywood zur Photokina nach Köln

Wer hat Lust auf ein Date mit Jennifer Lawrence?

Neymar holt sich MMA-Fighter als neuen Bodyguard

Taylor Swift spendete nach Sieg vor Gericht für guten Zweck

Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmeldung

Bei Facebook?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Werbung