Es bestand keine Gefahr für Anrainer, da das Gebiet unbewohnt ist. - © Bilderbox
Ein rund 1.000 Kubikmeter großer Brocken hat sich aus einer Steilwand gelöst und ist dann in viele große Teile zersplittert. Die für den Verkehr gesperrte alte Gasteinerstraße “wurde mehr oder weniger eliminiert”, sagte Landesgeologe Gerald Valentin zur APA. Die Gas- und Telekommunikationsleitung der Salzburg AG wurde beschädigt.
“Das Gute ist, dass keine Gefahr für Leib und Leben besteht, das Gebiet ist unbewohnt”, so der Pongauer Katastrophenreferent Maximilian Maurer. Für den Landesgeologen kam der Felssturz nicht ganz überraschend: Schon vor zehn Jahren, als man die alte Straße zum Radweg machen wollte, habe er auf die Gefahr hingewiesen. Dennoch befuhren vereinzelt Mountainbiker illegal diese Route. Regen, Frost und Hitze über viele Jahre hätten den Fels so labil gemacht, “und irgendwann einmal ist ein Tropfen Wasser einer zu viel”.
Der Fels sei als ein Brocken aus der Wand gebrochen, dann aber in viele Teile zersplittert. Die größten davon sind laut Valentin so groß wie drei VW-Busse zusammen. Die meisten sind in der Gasteiner Ache gelandet. Felssturze dieses Ausmaßes ereignen sich seinen Angaben zufolge in Salzburg rund einmal im Jahr, allerdings sei in der Regel davon keine Infrastruktur betroffen.
Wie lange die Leitungen beschädigt bleiben, konnte Salzburg-AG-Sprecher Sigi Kämmerer noch nicht sagen. Der Großteil der rund 100 Gaskunden werde in der Zwischenzeit über eine Behelfsanlage versorgt, “sie haben schon wieder Gas”. Außerdem sei die Heizsaison ohnedies vorbei.