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Filmfest München ehrt auch Schauspieler Rupert Everett

Der 56-Jährige teilt sich den Preis mit Jean-Jacques Annaud Der 56-Jährige teilt sich den Preis mit Jean-Jacques Annaud
Der britische Schauspieler Rupert Everett erhält den Ehrenpreis des Filmfestes München. Der Künstler sei im Kino, auf der Bühne und in anspruchsvollen Fernsehproduktionen zu Hause, sagte Festivalleiterin Diana Iljine am Montag in München. Der 56-Jährige teilt sich den CineMerit Award mit dem 71 Jahre alten französischen Regisseur Jean-Jacques Annaud (“Der Name der Rose”).

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Beide sollen die Auszeichnungen während des Festivals entgegennehmen, das vom 25. Juni bis zum 4. Juli 179 Filme aus 54 Ländern zeigt, darunter rund 40 Weltpremieren. Everett stellt in München auch sein neues Werk vor, das am 8. Mai 1945 spielt: In “A Royal Night – Ein königliches Vergnügen” will die spätere Queen Elizabeth als 19-jährige Prinzessin mit ihrer Schwester Margaret das Ende des Zweiten Weltkrieges feiern – heimlich und ohne Aufpasser schleichen sie sich fort und erleben eine aufregende Party. Unterhaltsam ist auch der dänische Erfolgsstreifen “Men & Chicken” über zwei Brüder, die ihre äußerst komplizierten und verwickelten Familienverhältnisse aufklären wollen.

Als roter Faden ziehe sich das Thema Grenzüberschreitungen durch das diesjährige Programm, erklärte Iljine. Als Beispiele nannte sie den Eröffnungsfilm “Den Menschen so fern” von David Oelhoffen, in dem Viggo Mortensen während des Algerien-Krieges als französischer Ex-Soldat zwischen den Kulturen wandle. “Mediterranea” dagegen erzählt von afrikanischen Flüchtlingen, die übers Mittelmeer nach Europa kommen wollen.

Andere Filme beschäftigen sich mit der kubanischen Revolution (“La Obra del Siglo”), jungen Auswanderern im 19. Jahrhundert (“Slow West” – mit Michael Fassbender) oder den Problemen von Jugendlichen wie in der US-amerikanischen Komödie “Dope”, zu der Pharrell Williams (“Happy”) die Musik geschrieben hat. Auch aus dem arabischen Raum und aus der Karibik gibt es einiges zu sehen. “Much Loved” aus Marokko etwa schildert den Alltag von Prostituierten. Der Film über diese starken Frauen ist in seiner Heimat verboten worden.

Unter den zahlreichen Dokumentationen findet sich etwa “Going Clear” über Scientology, die Greenpeace-Dokumentation “How To Change The World” oder “Mollath” über den Nürnberger, der jahrelang zu Unrecht in der Psychiatrie saß. Kurz vor dem Kinostart läuft auch “Amy” über das kurze, aber bewegte Leben der Sängerin Amy Winehouse. Für Kinder gibt es unter anderem den Animationsfilm “Ooops! Die Arche ist weg…” mit den Stimmen von Katja Riemann und Christian Ulmen sowie. den zweiten Teil von “Der kleine Rabe Socke”.



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