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Filmteam quält Hund bei Dreharbeiten – Wiener Tierflüsterer analysiert Video

Eine Szene aus einem Filmdreh, bei der ein völlig verängstiger Schäferhund ins Wasser gezwungen wird, sorgt für Aufruhr Eine Szene aus einem Filmdreh, bei der ein völlig verängstiger Schäferhund ins Wasser gezwungen wird, sorgt für Aufruhr - © Petra Bork / pixelio.de (Sujet)
Dieses Video sorgt derzeit für Empörung im Netz: Bei Dreharbeiten zum Film “Bailey – ein Freund fürs Leben” wird ein völlig verängstigter und sich heftig wehrender Schäferhund in reißendes Wasser geworfen. Der Wiener Tierflüsterer Laurent Amann äußerste sich höchst kritisch zu dem Vorfall.

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Ein Film, in dem es um die Liebe zwischen Mensch und Tier geht, bei den Dreharbeiten jedoch merklich weniger, dürfte Lasse Hallströms Tragikomödie “Bailey – ein Freund fürs Leben” sein.

“Bailey”: Video der Dreharbeiten zeigt problematische Szenen

Ein Video des amerikanischen Nachrichten-Portals TMZ zeigt, wie ein verängstigter Filmhund für eine Szene des Films gegen seinen Willen ins Wasser geworfen wird. Tierschützer von PETA riefen wegen der Szenen bereits zum Boykott des Filmes auf.

“Ein verängstigter Schäferhund will davonlaufen, doch sein Betreuer hält ihn fest, hebt und schiebt den Vierbeiner ins sprudelnde Wasserbecken rein. Der Hund versucht wieder herauszuklettern, doch das lässt der Betreuer nicht zu. Das Video endet damit, dass der Hund vom Strom mitgerissen wird und für einige Sekunden untertaucht”, schildert der Wiener Verhaltensbiologe und Tierflüsterer Laurent Amann die als tierquälerisch gesehenen Szenen.

Tierflüsterer analysiert die Qualen des Hundes

Amann zeugt sich entsetzt: “Das Video zeigt deutlich, dass der Hund gequält wird und das nur, um eine gute Szene im Kasten zu haben. Der Hund hat offensichtlich große Angst bis Panik und wehrt sich dagegen, ins strömende Wasser zu springen. Er wird halb reingeworfen, mit dem Halsband rausgezogen und dann wieder reingeschmissen. Das Filmteam schaut nur zu und gibt dem Betreuer des Hundes die Anweisung, ihn ins Wasser zu werfen. Irgendwann geht er dann im Wasser für einige Sekunden unter, bis er von jemandem rausgezogen wird.“ Da müsse man kein Tierexperte sein, um zu verstehen, dass der Hund misshandelt wird, so Amann.

Amann: “Niemand würde verängstigtes Kleinkind ins Wasser schmeißen”

Der Tierflüsterer gibt zu bedenken, dass niemand auf die Idee kommen würde, für Dreharbeiten ein verängstigtes Kleinkind gegen seinen Willen ins Wasser zu schmeißen. Bei Tieren würde aber die Empathie aufhören. Und das auch nur, weil wir glauben, dass die Gefühle eines Tieres weniger wert sind als die des Menschen. „Wir müssen endlich verstehen, dass die Gefühle eines Tieres nicht weniger wichtig sind als die des Menschen. Ein Tier leidet nicht weniger als der Mensch und daher verdient auch jedes Tier den Respekt und Würde als Lebewesen,“ konstatiert der Tierflüsterer.

Der schwedische Filmemacher Lasse Hallström steht übrigens nicht zum ersten Mal hinter einem Film, der sich zentral um einen Hund dreht – er ist auch der Regisseur hinter “Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft” (2009), in dem die herzerwärmende wahre Geschichte eines Hundes erzählt wird, der seinem Herrchen (Richard Gere) über den Tod hinaus treu ist.

 



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